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Kultur

Corona-Chor aus Frankfurt

  • Sandra Busch
    vonSandra Busch
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Jugendliche in Frankfurt produzieren Songs über das Leben in der Krise und ihre Wünsche für die Zukunft. Aufgenommen haben sie die Musikstücke mit dem Handy.

Die Bedrohung für die Alten; all die Menschen, die schon gestorben sind; die Jobs, die verloren, die Träume, die verdorben sind – nur einige der Dinge, die Frankfurter Kindern und Jugendlichen zum Thema Corona einfallen. Und die sie in einem Lied zusammengetragen haben. Schülerinnen und Schüler verschiedener weiterführender Schulen singen den Song gemeinsam – ohne sich wegen der Pandemie aber je getroffen zu haben. „Wir haben sie das Lied in ihre Handys einsingen lassen“, sagt Alix Puhl, die das Projekt mitorganisiert.

Noch ist der Song nicht ganz fertig. Aber es ist bereits das vierte Lied des Projekts „Sing my life“, bei dem eine Rock-Pop-Rap-Soul-Oper über das Leben Frankfurter Jugendlicher entstehen soll. Dazu haben sich Schüler:innen zunächst an ihren Schulen vor einem Jahr zu den Themen „5 Dinge, ohne die ich nicht leben kann“ und „5 Dinge, die ich verändern möchte“ Gedanken gemacht und aufgeschrieben. Zusätzlich haben sie sich zum Thema Nachhaltigkeit geäußert. „Es ist zum Teil sehr berührend, welche Gedanken die Kinder und Jugendlichen haben“, sagt Puhl. Wenn sie etwa von der Angst erzählten, geschlagen zu werden. Oder von dem Wunsch, die Großmutter noch einmal sehen zu können.

Lehramtsstudierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) haben mit den Dozent:innen Sabine Fischmann und Daniel Kemminer aus diesen Gedanken Lieder getextet und musikalisch umgesetzt. Die Schülerinnen und Schüler haben die Texte dann in ihre Handys gesungen und das wurde zu einem Corona-Chor zusammengemischt. Und die Kinder und Jugendlichen haben Videos zu Hause aufgenommen, in denen sie zu den Songs breakdancen, tanzen, singen und mitwippen.

Premiere auf Youtube

So entstanden die Lieder und die Videoclips – aber eigentlich war das alles anders geplant gewesen. Videoclips sollten gemeinsam gedreht, die Texte von den Schülerinnen und Schülern in einem Studio eingesungen werden, die Premiere mit einer großen Show über die Bühne gehen. Doch Corona machte das zunichte. Die Premiere der ersten drei Lieder gab es im Oktober auf Youtube.

Aber auch wenn das Projekt umgestellt werden musste, so entstanden doch erfolgreich Songs. Es geht in dem Lied „Change“ um Dinge, die sich ändern sollen. Weniger Plastik, Handy, Dummheit, weniger Mobbing und Umweltverschmutzung sollte es für die Schülerinnen und Schüler geben. Im Song „Es geht nicht ohne“ dreht es sich dagegen um Sachen, die nicht fehlen dürfen. Wie Süßigkeiten, Geld, Liebe, Freiheit und Selfies, 300 Schülerinnen und Schüler seien derzeit aktiv dabei, 40 Schulen beteiligt, sagt Puhl. Quer über die Stadt sind die Schülerinnen und Schüler verteilt, doch die Themen, die sie beschäftigen, sind ähnlich. Auch zum Thema Corona wurden daher in der Gemeinschaft der Frankfurter Schulen Gedanken gesammelt und geteilt. Der Song soll bald veröffentlicht werden.

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