Die Grundschule am Riedberg wird mit Modulen erweitert.

Riedberg

Container sollen helfen

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Erweiterungen der Schulen nehmen Gestalt an. Das erklärt Baudezernent Jan Schneider bei einem Ortstermin.

Jetzt bloß nicht runter fallen lassen, sonst ist alles kaputt“, ruft eine Schülerin beim Anblick des massiven Holzmoduls auf dem Schulhof der Marie-Curie-Grundschule. Auf Einladung von Stadtrat und Baudezernent Jan Schneider (CDU) haben sich Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung und des Ortsbeirats 12 über die aktuellen Erweiterungen der Marie-Curie-Grundschule und der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kalbach-Riedberg informiert.

Wegen der stark steigenden Schülerzahlen werden in diesem Jahr auf dem Riedberg die Kapazitäten an gleich drei Schulen erhöht sowie eine weitere Grundschule an einem Übergangsstandort errichtet. „Der schnell wachsende Bedarf stellt uns vor große Herausforderungen“, sagt Schneider, weswegen das zuständige Amt für Bau und Immobilien (ABI) auch „unter sehr schwierigen Bedingungen bis an die Grenzen des Machbaren“ gehe. Denn derzeit entstehen auf dem Riedberg in vier Übergangsquartieren 31 Klassenräume, zwei Kantinen sowie weitere Räume.

Auf dem Gelände der Marie-Curie-Grundschule soll bis zur nächsten Woche eine temporäre Erweiterung in Holz-Raumzellenbauweise installiert werden, die Platz für vier Klassenräume und Toiletten bieten wird. Ab Ostern sollen diese dann laut Roland Hatz, Sachgebietsleiter für Schulbau des ABI, in Betrieb genommen werden können. Als Besonderheit an den knapp zwei Millionen Euro teuren Holzmodulen betont Hatz, dass „das Gebäude, wenn es nicht mehr benötigt wird, demontiert und woanders wieder aufgestellt werden kann.“

Um die Raumnot der Grundschule Riedberg I zu lindern, wird auf dem benachbarten Gerichtsplatz zudem eine Containeranlage errichtet.

Und auch der zweite Bauabschnitt des Provisoriums der IGS wird zum Sommer endgültig abgeschlossen sein, wie Schneider bei der Begehung verkündet. Neben den acht neuen Klassenräumen werden dabei ebenfalls eine Lehrküche, eine Universalwerkstatt sowie weitere naturwissenschaftliche Räume entstehen. Das Provisorium der IGS wurde in den Jahren 2015 bis 2017 in Holzmodulbauweise errichtet und wird nach dem Umzug der dritten Grundschule auf den Riedberg zur Nachnutzung dienen.

Offen ist derzeit allerdings noch immer die Frage nach einem ausreichend großen Schulhof sowie der Turnhallennutzung. Wobei Schneider zumindest für letztere Frage durchblicken ließ, dass es aktuell Gespräche darüber gäbe, die geplante zweite Sportanlage auf dem Riedberg als gedeckte Sportstätte zu konzipieren.

Um die zeitliche Planungdes Neubaus der IGS Kalbach-Riedberg an der Gräfin-Döhnhoff-Straße soll auf der kommenden Sitzung des Ortsbeirats 12 informiert werden. Diese findet am Freitag, 22. Februar, um 20 Uhr im Saal der Katholischen Kirche St. Edith Stein, Zur Kalbacher Höhe 56, statt.

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