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Im "Schatten" der Frankfurter Skyline.

Gewerbeimmobilien

Büros in Frankfurter City bleiben begehrt

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Investoren kaufen in großem Stil Bürohochhäuser in Frankfurt. Allein im Bankenviertel haben dieses Jahr bereits Gewerbeimmobilien im Wert von 2,9 Milliarden Euro die Besitzer gewechselt.

Büroflächen im Frankfurter Bankenviertel  werden nach vielen Jahren hohen Leerstands langsam knapp – und immer teurer. Nach Zahlen des Maklerhauses BNP Paribas Real Estate haben Unternehmen in den ersten neun Monaten des Jahres 446.000 Quadratmeter im Frankfurter Marktgebiet angemietet. Das sei der höchste Wert seit 2001. Große Flächen sicherten sich etwa die Commerzbank in der City West, die FAZ im Europaviertel und Siemens in Gateway Gardens.

Eine immer größere Rolle spielen die Betreiber von Co-Working-Spaces, Unternehmen, die Arbeitsplätze und möblierte Büros befristet vermieten. Zuletzt hat sich allein der Anbieter Spaces zusammen fast 16.000 Bürofläche im gerade entstehenden Omniturm und der früheren Commerzbank-Zentrale gesichert, die zum Global Tower umgebaut wird. In Frankfurt sind Co-Working-Anbieter nach Zahlen von JLL inzwischen für elf Prozent des Umsatzes am Büroimmobilienmarkt verantwortlich. 

Da gerade die Anbieter von Gemeinschaftsbüros stark in die City drängen, sinkt nach Beobachtungen mehrerer Maklerhäuser besonders dort der Leerstand stark. Bei Colliers sieht man diesen nur im Marktgebiet nur noch bei 7,3 Prozent. Tendenz weiter sinkend. Das Neubauvolumen sei derzeit nicht hoch, viel sei zudem schon vorvermietet, heißt es beim Maklerhaus. „Auch die Neubauprojekte, die im kommenden Jahr auf den Markt gelangen, werden aufgrund der Nachfragesituation, insbesondere in den zentralen Lagen, nur wenig Entspannung bringen“, prognostiziert Colliers. 

Die Spitzenmiete ist nach Zahlen von BNP bereits auf 43 Euro pro Quadratmeter gestiegen, die Durchschnittsmiete auf 18,70 Euro pro Quadratmeter. Weitere Steigerungen seien in Anbetracht der starken Nachfrage absehbar. 

Auch bei Investoren bleiben Büroflächen in Frankfurt sehr begehrt. Allein im Bankenviertel haben nach Zahlen von Colliers in den ersten drei Quartalen Gewerbeimmobilien im Wert von 2,9 Milliarden Euro den Besitzer gewechselt. Größter Deal war der Verkauf des Omniturms für rund 700 Millionen Euro an Commerzreal. Veräußert wurden zuletzt auch etwa der Garden Tower an der Neuen Mainzer Straße, das Pollux an der Messe und das Bürohaus an der Alten Oper. 

Von den zehn größten Einzeldeals auf dem Gewerbeinvestmentmarkt entfielen nach Zahlen von JLL in den ersten neun Monaten des Jahres sieben auf Frankfurt. Mit fast sieben Milliarden Euro Umsatz stehe Frankfurt unangefochten auf dem ersten Platz der deutschen Investmenthochburgen. Bei BNP geht man davon aus, dass Büroimmobilien auf der Einkaufsliste von Investoren ganz oben bleiben. Dafür spreche etwa die steigende Beschäftigung. 

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