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Frankfurt

Clementine-Kinderkrankenhaus kann erst 2026 umziehen

  • Boris Schlepper
    VonBoris Schlepper
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Gravierende Mängel am neuen Standort neben dem Bürgerhospital im Nordend verzögern das Projekt. Der Bau der geplanten Grundschule für das Ostend, die auf dem frei werdenen Grundstück am Zoo entstehen soll, verschiebt sich dadurch voraussichtlich ebenfalls.

Das Clementine-Kinderkrankenhaus am Zoo wird erst 2026 zum Bürgerhospital im Nordend ziehen können. Die neu entdeckten statischen Mängel an einem Gebäude am neuen Standort seien so gravierend, dass das Haus entweder saniert oder komplett abgerissen werden müsse, sagt der Geschäftsführer des Bürgerkrankenhauses, Marcus Amberger, in der Sitzung des Ortsbeirats 3 am Donnerstagabend. Beide Kliniken gehören zum selben Träger.

Ursprünglich sollte das Kinderkrankenhaus bereits 2023 an den Alleenring ziehen. In der Richard-Wagner-Straße soll dafür ein Neubau entstehen, der mit einem Eckgebäude, das früher Teil des Marienkrankenhauses war, verbunden wird. Dass das alte Haus nicht umgebaut werden kann, habe das gesamte Projekt auf den Kopf gestellt, für das bislang 41 Millionen Euro veranschlagt waren, sagt Amberger. Jetzt werde das Gebäude wohl abgerissen, was günstiger und schneller als eine Sanierung sei. Er rechne mit zusätzlichen Kosten von 25 Millionen Euro.

Für die beiden Krankenhäuser, die über eine Brücke miteinander verbunden werden sollen, sei die Verzögerung eine „Katastrophe“, so der Geschäftsführer. Auch für die Anwohnenden sei es schlimm. Das Bürgerhospital trage aber keine Schuld und setze sich juristisch mit dem Träger des ehemaligen Marienkrankenhauses auseinander. Es werde jedoch keine Entscheidung abgewartet, sondern das Bauprojekt „so schnell wie möglich“ vorangebracht. Werde das Eckgebäude abgerissen, solle dort ein optimierter Neubau entstehen. Amberger geht davon aus, dass der Bauantrag 2022 gestellt werden kann und 2023 die Bagger anrücken. Bis dahin werde die Baustelleneinrichtung in der Richard-Wagner-Straße zurückgebaut.

Unter dem Neubau ist eine Tiefgarage für das Personal geplant, in der aber nur die Parkplätze geschaffen werden könnten, die für den Neubau nachgewiesen werden müssen. Dabei habe die Klinik großen Bedarf, sagt Amberger. Fast 40 Prozent der 1400 Mitarbeiter:innen kämen nicht aus Frankfurt und der näheren Umgebung. Die meisten davon seien auf Autos angewiesen, das Hospital habe keine freien Flächen. Dass die Stadt auch in diesem Quartier eine Parkraumbewirtschaftung einführe, demnach wochentags ein Ticket gekauft oder ein Anwohnerparkausweis vorgelegt werden müsse, sei eine „absolute Vollkatastrophe“.

Das Krankenhaus habe ausgerechnet, dass für die Parkscheine 20 Prozent des Nettogehalts draufgingen, das sei eine Verzerrung des Wettbewerbs zu Krankenhäusern am Stadtrand. Gleiches gelte für die Frage nach Jobtickets, die kommunale Kliniken ihren Angestellten anböten. „Für uns wäre das eine Investition, die wir selbst zahlen müssten.“

Die Verzögerung wirkt sich auf den Bau der geplanten neuen Grundschule für das Ostend aus. Diese soll auf dem bisherigen Areal des Kinderhospitals in der Theobald-Christ-Straße entstehen. Die Eröffnung war für das Schuljahr 2025/2026 vorgesehen.

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