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Frankfurt

Stinkefinger auf der Buchmesse - Prozess beginnt

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Auf der Frankfurter Buchmesse soll ein Mann Mitgliedern der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative für Deutschland den Stinkefinger gezeigt haben. Jetzt muss er sich vor dem Amtsgericht verantworten.

Weil er Mitglieder der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative für Deutschland beleidigt haben soll, muss sich von Donnerstag an ein Mann in Frankfurt vor dem Amtsgericht verantworten. Der mutmaßlich aus der linken Szene stammende Mann soll ihnen auf der Frankfurter Buchmesse 2017 während einer Lesung den Mittelfinger gezeigt und sie verbal beleidigt haben. Der Prozess beginnt um 12 Uhr.

Auf der Frankfurter Buchmesse war in den vergangenen Jahren auch der AfD-Rechtsaußen Björn Höcke. Seine Lesung 2018 fand unter hohen Sicherheitsvorkehrungen statt. Höcke selbst mied im Oktober beim Besuch der Messe die Öffentlichkeit. Zutritt zu seiner Veranstaltung erhielten nur AfD-Anhänger und Journalisten. Die Versammlungsfreiheit außerhalb des Messegeländes wurde jedoch nicht beschnitten. Draußen vor dem Messeturm, am „Hammering Man“, sammelten sich zeitgleich zur Veranstaltung mit Höcke dessen Gegner, darunter vertreten die Satirepartei „Die Partei“. 

Die Partei“-Chef Martin Sonneborn hatte sich als Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg verkleidet und hatte eine Aktentasche dabei, die er erfolglos versuchte, am Ort der Lesung abzustellen. Stauffenberg hatte beim Anschlag auf Hitler eine Aktentasche benutzt, um den  Sprengstoff für das Attentat zu verbergen.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels war die Rede davon, dass es sich bei dem Beleidigten um Björn Höcke handeln könnte. Dies konnte nicht verifiziert werden.

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