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Clariant-Gelände in einer Hand

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Am Mainufer sind Rad- und Fußwege geplant
Am Mainufer sind Rad- und Fußwege geplant © ROLF OESER

Investoren übernehmen Restflächen im Industriepark Griesheim

Der Projektentwickler Beos AG hat gemeinsam mit der Vermögensverwaltungsgesellschaft Swiss Life Asset Managers weitere 135 000 Quadratmeter Fläche auf dem Grundstück des Industrieparks Griesheim übernommen. Das gaben die Unternehmen gestern bekannt. Damit haben sie auch den Rest des Areals in Griesheim vom Eigentümer Clariant in Erbpacht übernommen.

Schon zum 1. Januar 2020 hatten sie sich rund 575 000 Quadratmeter der Fläche angeeignet. Seitdem agierten sie als Projektentwickler am Standort. Ihr Plan: Sie wollen auf der Fläche von nunmehr knapp 730 000 Quadratmetern aus dem früheren Industriegelände ein gemischt genutztes Gewerbequartier entwickeln.

Clariant hatte das Areal wiederum aus der Erbmasse des zerschlagenen Chemiegiganten Hoechst AG übernommen. In den vergangenen Jahren war die chemische Produktion nach und nach eingestellt worden – viele Flächen auf dem Werksgelände sind ungenutzt. Die Ansiedlung neuer Unternehmen war zuvor nicht recht vorangegangen. Inzwischen sind dort vor allem mittelständische und Kleinunternehmen aus dem Industrie-, Handels- und Dienstleistungssektor ansässig; täglich fahren schwere Autotransporter durch die Tore, weil auf einigen großen Freiflächen Neuwagen verschiedener Autohersteller bis zur Auslieferung abgestellt werden.

Mehrfach hatte der für den Frankfurter Westen zuständige Ortsbeirat 6 in der Vergangenheit um Informationen gebeten, welche Pläne genau in Zukunft für das Areal verfolgt würden. Doch eine angekündigte Vorstellung in einer Ortsbeiratssitzung im September vergangenen Jahres war kurzfristig abgesagt worden.

Rechenzentren geplant

Die Flächen sollten, so viel ließ der Magistrat der Stadt Frankfurt bisher verlauten, „zum überwiegenden Teil für traditionelle Industrie- und Gewerbenutzungen“ vorgehalten werden. Beos plant aber auch den Bau von Rechenzentren. Ziele und Vorgaben sollen in einem Rahmenplan festgezurrt werden.

Anders als früher, als der Werkschutz das Areal abriegelte, sollen die Straßen öffentlich zugänglich und mit der Nachbarschaft vernetzt sein. Das Mainufer soll als öffentliche Fläche mit Fuß- und Radwegen gestaltet werden. Beos kündigte gestern an, dass die Flächen des Areals nun vollständig geräumt werden sollten. Mit den anschließenden Rückbauarbeiten solle noch im laufenden Jahr begonnen werden. Die ersten Hochbauentwicklungen seien für Anfang 2025 vorgesehen.

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