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In Konkurrenz zum Onlinehandel: die Zeil und andere Frankfurter Einkaufsstraßen.

Handel in Frankfurt

City soll attraktiver werden

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Die Stadt hat eine neue Marketingabteilung eingerichtet. Sie soll die Anstrengungen in diesem Bereich besser koordinieren. 

Ein neuer Bereich des städtischen Hauptamts soll künftig die Anstrengungen im Bereich Citymarketing koordinieren und zwischen der Stadt, städtischen Gesellschaften wie der Tourismus- und Congress-Gesellschaft und der Wirtschaftförderung sowie der Wirtschaft vermitteln. Das hat Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) mitgeteilt. Mit der neuen Einheit endet nach seinen Worten eine Vakanz. In der Abteilung arbeiten drei Frauen, die schon bisher für die Stadt tätig waren. Vertreter der Wirtschaft, besonders des Einzelhandels, hatten in den vergangenen Jahren immer wieder ein stärkeres Engagement der Stadt in diesem Bereich gefordert.

Das Citymarketing soll, wie Hauptamtsleiter Tarkan Akman sagte, unter anderem dazu beitragen, dass die Innenstadt und die Einkaufsstraßen der Stadtteile attraktiver werden und damit nicht zuletzt zur Sicherung der Arbeitsplätze im vom Onlinehandel bedrohten Einzelhandel in der Stadt beitragen. Es soll für Projekte zehn Prozent der Einnahmen aus der neuen Tourismusabgabe erhalten, die Privatreisende seit vergangenem Jahr pro Übernachtung entrichten müssen.

Bei einer Befragung des Kölner Instituts für Handelsforschung war herausgekommen, dass die Innenstadt zwar nach wie vor viele Menschen aus Frankfurt und Region anzieht. Nur noch etwa die Hälfte der Passanten kommt aber nach dieser jüngst von der Industrie- und Handelskammer (IHK) vorgestellten Untersuchung nach in die Stadt, um einzukaufen.

Die Stadt will zudem ihr Vorgehen künftig enger mit der Wirtschaft abstimmen. Dazu soll ein Runder Tisch beitragen, der am Montag zum ersten Mal tagte. Diesem gehören etwa mehrere Dezernenten und Vertreter der Industrie- und Handelskammer, der Handwerkskammer und des Hotel- und Gaststättenverbands an.

Die Wirtschaft sei zu oft erst durch die Presse über Entscheidungen des Magistrats und der Stadtverwaltung informiert worden, sagte IHK-Präsident Mathias Müller. An dem Runden Tisch werde man sich nun über Fragen wie die Zukunft der Mobilität, etwa des Lieferverkehrs, oder über die Veränderungen im Einzelhandel austauschen.

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