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Medizin

Chorsingen als Therapie

  • Jutta Rippegather
    VonJutta Rippegather
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Über eine Demenzstudie der Frankfurter Uniklinik zur Wirkung von Musik auf Menschen mit Demenz gibt es eine vierteilige Dokureihe im ZDF.

Den positiven Einfluss von Musik auf Menschen mit Demenz haben Altersforscherinnen und Altersforscher der Goethe-Universität nicht nur nachgewiesen. Aus dem Projekt ist auch eine vierteilige Dokureihe entstanden. Der Abschluss ist am Dienstag, 10. August, um 23 Uhr im ZDF zu sehen. „Unvergesslich: Unser Chor für Menschen mit Demenz“ lautet der Titel des Films. Er zeigt, die Wirkung des Singens auf Demenzkranke.

Weniger Stress

Nach Angaben der Universitätsklinik handelt es sich um die erste Studie dieser Art im deutschsprachigen Raum. Das Forschungsteam geht der Frage nach, ob gemeinsames Musizieren im Chor sich nachweisbar vorteilhaft auf Menschen mit Demenz und deren Angehörige auswirkt.

Gastgeberin des Chors und Moderatorin der Sendung war die Schauspielerin Annette Frier. Das geplante große Abschlusskonzert mit dem Kölner Kammerorchester in der Kölner Philharmonie musste pandemiebedingt um ein Jahr verschoben werden.

In einer sogenannten Mixed-Methods-Pilotstudie hatten die Frankfurter Altersmedizinerinnen und -mediziner die physiologischen und psychosozialen Auswirkungen des regelmäßigen Chorsingens untersucht.

Bei den Menschen mit Demenz stellten sie „signifikante Steigerungen des emotionalen Wohlbefindens, eine Stabilisierung der subjektiv eingeschätzten Lebensqualität sowie eine statistisch relevante Reduktion des Stresslevels fest“, nachweisbar über Analysen des Cortisolspiegels im Speichel. Die begleitenden Angehörigen wiesen eine signifikante Verbesserung der depressiven Symptomatik auf.

Die Dokureihe stellt die wissenschaftliche Arbeit dar und die Entwicklung des Chorprojekts. Um zu erklären, was bei einer Demenz im Gehirn passiert, legten sich etwa Chormitglieder – und Moderatorin Frier – in ein MRT-Gerät des Uniklinikums. Über die Ergebnisse, und was die Hirnscans von Gesunden und Demenzkranken unterscheidet sprechen in der Reihe unter anderem der Psychologe Arthur Schall und der Leiter des Arbeitsbereichs Altersmedizin, Johannes Pantel.

Die vierteilige Doku „Unvergesslich“ ist komplett in der ZDF-Mediathek abrufbar unter

www.zdf.de/dokumentation

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