Osthafen Frankfurt

CDU: „Stadt braucht Blaumannjobs“

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die CDU im Frankfurter Römer wirft Planungsdezernent Josef vor, Blaumannjobs im Osthafen zu gefährden. Denn der Sozialdemokrat wirbt für mehr Wohnraum in dem Areal.

Die CDU im Römer kritisiert den Vorstoß von Planungsdezernent Mike Josef (SPD) für den Bau von Wohnungen im Osthafen scharf. „Unsere Stadt braucht auch die Blaumannjobs“, sagt Christiana Loizides, die wirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion. Diese Arbeitsplätze und die Wirtschaftskraft der im Hafen ansässigen Betriebe gelte es zu erhalten. Schon deshalb werde es mit der CDU keine planerischen Veränderungen in dem Gebiet geben.

Loizides wirft Josef zudem indirekt vor, Beschlüsse zu unterlaufen und damit gewachsenes Vertrauen unter den Gewerbetreibenden im Osthafen zu verspielen. „Man könnte dabei fast von Mobbing sprechen“, sagt die Stadtverordnete.

Auch der wohnungspolitische Sprecher der CDU im Römer, Albrecht Kochsiek, greift Josef scharf an. Der Planungsdezernent beschäftige sich lieber mit teuren Prestigeprojekte am Wasser statt Bebauungspläne voranzutreiben und stelle sich als Sozialdemokrat nicht mal mehr schützend vor den Hafenarbeiter im Blaumann. „Das verstehe, wer will, ich jedenfalls nicht.“

Kochsiek fordert Josef auf, das Angebot an Wohnungen an anderen Stellen des Stadtgebiets zu erhöhen. Chancen sieht er etwa in mehr Aufstockungen und Dachausbauten. Der Stadtverordnete kritisiert zudem ein mangelndes Tempo. Seit 2011 seien 64 Aufstellungsbeschlüsse gefasst worden, nur 13 seien in einen Bebauungsplan gemündet. cm

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