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Proteste der 1968er Bewegung vor der Alten Oper in Frankfurt.

Diskussion

Wie wichtig ist 1968 noch 50 Jahre später?

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Frankfurter Rundschau und Goethe-Universität laden heute Abend zu einer Podiumsdiskussion ein.

Was ist eigentlich von 1968, dem Jahr der Revolte, heute, 50 Jahre, später übrig geblieben? Und brauchen wir vielleicht jetzt in Zeiten, in denen Rechtspopulisten wieder stark werden und die 68er-Generation und ihre Erfolge verfluchen, sogar ein neues 1968?

Diese Fragen sollen am heutigen Dienstagabend um 19.30 Uhr im Hörsaal 5 (Hörsaalzentrum) auf dem Campus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz diskutiert werden. Die Frankfurter Rundschau und die Goethe-Universität laden zu dieser Podiumsdiskussion ein.

Die Moderation übernehmen FR-Chefredakteurin Bascha Mika und FR-Redakteur Claus-Jürgen Göpfert. Es wird ein Gespräch zwischen drei Generationen, die an der Goethe-Uni studiert haben: Die Mitbegründerin des Weiberrates Cornelia-Katrin von Plottnitz (74), der SPD-Politiker und Planungsdezernent Mike Josef (35) sowie der Politikstudent Valentin Fuchs (24), der sich aktuell im Asta engagiert. Von Plottnitz, die bis 2016 im Magistrat war, hat 1968 als Studentin miterlebt. Sie war damals 26 Jahre alt und in der Endphase ihres Lehramtsstudiums. Es war die Zeit, in der sie und viele andere Studierende zu den Vorlesungen des Philosophen Theodor W. Adorno strömten und sich die Mitglieder des Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS) im Kolbheim im Frankfurter Westend zu Debatten trafen. Von Plottnitz und andere Frauen merkten da, dass die klugen Köpfe der SDS „eine reine Männernummer“ waren. So gründeten sie den Weiberrat.

Mike Josef kämpfte in seiner Uni-Zeit gegen den damaligen Ministerpräsidenten Roland Koch (CDU) und Studiengebühren. Fuchs wird erzählen, ob er glaubt, dass seine „Studi-Generation 2018“ es in die Geschichtsbücher schafft. Das Gespräch ist Teil des Programms „50 Jahre 1968“ der Goethe-Uni. Der Eintritt ist frei.

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