Frankfurt

Waske gibt nicht auf

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Ex-Tennisprofi Alexander Waske fordert für seine Tennis-University ein Ausweichgelände in Frankfurt. Sportdezernent Markus Frank (CDU) wiegelt ab.

Der ehemalige Tennisprofi Alexander Waske hadert mit der Entscheidung der Stadt Frankfurt, das Tennisgelände am Stadion an Eintracht Frankfurt zu vergeben. „Diese Entscheidung ist aus unserer Sicht nicht nachvollziehbar. Innerhalb kürzester Zeit fällt zum zweiten Mal eine Sportart dem kommerziellen Fußball zum Opfer“, sagte Waske, der derzeit in den USA weilt. Der Geschäftsführer der Tennis-University in Offenbach spielt damit auf die Entscheidung der Stadt an, das Rennbahngelände in Niederrad dem DFB zuzuschlagen. Die sportliche Vielfalt in Frankfurt sei dabei „der große Verlierer“.

Waske wollte auf dem Areal am Stadion eine Akademie für angehende Tennisprofis etablieren. Nach eigenem Bekunden hatte er an dem Gelände schon vor Jahren Interesse bekundet, war aber nicht zum Zug gekommen. Zuletzt hatte er sich im vergangenen Herbst in einem offenen Brief an Sportdezernent Markus Frank (CDU) gewandt. Aus dem jahrelangen Interesse formuliert die Tennis-University nun einen gewissen Anspruch als Investor. „Es muss eine Alternative geben für dieses spannende Projekt“, fordert Waskes Berater Olaf Markhoff.

Den derzeitigen Standort in Offenbach auf dem Gelände des Hessischen Tennisverbandes will Waske in jedem Fall verlassen. Das Tischtuch mit dem Vermieter war spätestens zerschnitten, als sich der Hessische Tennis-Verband gegen einen Umzug auf das Gelände am Waldstadion ausgesprochen hatte. Eine Akademie am Stadion „würde den Bemühungen um eine gesunde Vereinsstruktur und gutes Jugendtraining im Verein untergraben“, hieß es in einer Stellungnahme des Verbandes vom 1. Dezember.

Sportdezernent Frank sieht die Zukunft der Tennis-University aber eher in Offenbach als in Frankfurt. „Wir würden es unterstützen, wenn die University weiter auf dem Gelände des Hessischen Tennis-Verbandes bleibt. Das wäre im Sinne der Region“, so Frank auf FR-Anfrage.

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