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Das Orang-Utan-Baby im Frankfurter Zoo.

Zoo Frankfurt

Streit um höhere Preise für Affe und Tiger

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Wegen gestiegener Kosten für Energie, Infrastruktur und Futtermittel soll der Eintritt in den Frankfurter Zoo erhöht werden. Der Ortsbeirat lehnt die Preiserhöhung ab.

Der Eintritt für den Frankfurter Zoo soll nicht erhöht werden. Dafür hat sich der Ortsbeirat 4 mehrheitlich ausgesprochen. In seiner jüngsten Sitzung hat das Stadtteilgremium einen entsprechenden Antrag der Sozialdemokraten auf den Weg gebracht.

Zoodirektor Miguel Casare hatte angekündigt, die Preise vom kommenden Jahr an anzuheben (die FR berichtete). Gestiegene Kosten für Energie, Infrastruktur und Futtermittel machten die Erhöhung erforderlich. Erwachsene müssen dann für ein Tagesticket zwölf statt wie bisher zehn Euro ausgeben. Das ermäßigte Ticket kostet bald sechs (jetzt fünf), die Familienkarte 29 Euro (derzeit 25). Die Jahreskarte soll weiterhin 60 Euro, ermäßigt 25, und 90 für Familien kosten.

Die Christdemokraten im Ortsbeirat stimmten gegen die SPD-Vorlage. Im Zoo werde viel modernisiert, sagt die stellvertretende Ortsvorsteherin Sabine Fischer, „dort passiert viel“. Mit dem Frankfurt Pass könnten Bürger, die nicht viel verdienten, zudem weiterhin günstig zu Affen, Löwen und Co. Auch sei der Zoo auf die Einnahmen angewiesen.

Dem widerspricht SPD-Fraktionsvorsitzender Darius Shafiei. Der Tiergarten sei städtisch und finanziere sich nicht über den Eintrittskarten. „Der Zoo ist schon jetzt ein Minusgeschäft.“ Nach Ansicht Shafieis sollte der Zoo „für alle gesellschaftlichen Gruppen zugänglich sein“. So sei er auch bei seiner Gründung angelegt worden. Die geplante Erhöhung um 20 Prozent sei „ein großer Sprung“. Vor allem für Familien könnte es bedeuten, dass sie sich künftig keine regelmäßigen Besuche mehr leisten können.

Zudem sei zu befürchten, dass der Preis erneut angehoben werde, sobald das neue Pinguin-Gehege fertiggestellt sei, so Shafiei. Das sieht Sabine Fischer anders. Auch nach der Eröffnung des Affen- und des Raubtierhauses seien die Tickets nicht teurer geworden. Freidemokrat Peter Thoma stimmte nicht für den Antrag: In anderen Städten läge der Eintritt weit über den Preisen in Frankfurt. Allerdings seien die Tiergärten in anderen Großstädten zum Teil auch viermal so groß und hätten viel mehr Tiere als der Frankfurter, entgegnete Shafiei.

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