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Flüchtlinge auf dem Weg nach Deutschland.

Frankfurter Stiftungsgespräch

Stiftungen sollen Flüchtlingen helfen

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Trotz der schwierigen Finanzlage freut sich die Stadt über einen regelrechten Gründungsboom. Auf dem Frankfurter Stiftungsgespräch wird auch diskutiert, welche Aufgaben Stiftungen bei der Integration von Flüchtlingen leisten können.

Für Roland Kaehlbrandt, Vorstandsvorsitzender der Initiative Frankfurter Stiftungen, ist das Thema Integration eine zentrale gesellschaftspolitische Aufgabe, die sich gerade an Stiftungen richtet. Beim nächsten Frankfurter Stiftungsgespräch am 11. November in der Industrie- und Handelskammer Frankfurt wollen sich Experten daher mit der Frage beschäftigen, welche Aufgaben Stiftungen bei der Integration der Flüchtlinge in der Stadt leisten können. Zum Thema „Neue Einwanderung – Aufgaben für Stiftungen und Zivilgesellschaft“ wird sich Kaehlbrandt auf dem Podium unter anderem mit Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) und Integrationsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg (Grüne) sowie Vertretern von Stiftungen, dem Diakonischen Werk und der Arbeiterwohlfahrt austauschen.

Als Beispiel, wie aktuell Stiftungen auf Probleme reagieren können, führt Kaehlbrandt die Koordinierungsstelle „Frankfurt hilft“ an, die neun Frankfurter Stiftungen gemeinsam mit dem Sozialdezernat der Stadt eingerichtet haben. Es gebe viele Modellprojekte von Stiftungen, auf denen künftige Angebote aufbauen könnten, so etwa Sprachförderprogramme wie der Deutschsommer. Die Stiftungen in Frankfurt verfügen nach Angaben der Stadt Frankfurt über ein Gesamtvermögen von rund fünf Milliarden Euro und schütten jährlich mehr als 400 Millionen Euro aus.

Trotz der schwierigen Finanzlage angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen vermeldet die Stadt einen Gründungsboom. Allein seit Anfang 2014 wurden knapp 30 neue Stiftungen genehmigt, unter anderem zur Förderung des Zoos, der Parkinson-Forschung und zur Unterstützung der Alten-, Jugend- oder Flüchtlingshilfe. Damit leisten derzeit in Frankfurt 580 Stiftungen gemeinnützige Arbeit. Mit 77 Stiftungen pro 100000 Einwohner belegt Frankfurt hinter Würzburg und gemeinsam mit Hamburg weiterhin einen Spitzenplatz unter den deutschen Großstädten.

Roman Fehr von der städtischen Stiftungsaufsicht führt das stetige Interesse an Gründungen nicht zuletzt auf die Stiftertradition der Stadt zurück, die auch Vermögende etwa aus dem Taunus anlocke.

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