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Der Rektor der Frankfurter Städelschule, Philippe Pirotte.

Kunst

Städelschule künftig hessische Hochschule

Zum Jahreswechsel wird die international renommierte Frankfurter Städelschule offiziell vom Land übernommen.

Hessen erhält am 1. Januar seine 14. Hochschule: Zum Jahreswechsel wird die international renommierte Frankfurter Städelschule offiziell vom Land übernommen, wie das Kunstministerium in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Die traditionsreiche Kunstakademie wurde bisher von der Stadt Frankfurt in Eigenregie betrieben.

Künftig wird das Land für die Schule verantwortlich sein. Ab 2019 erhält die Schule dem Ministerium zufolge mehr als 4,2 Millionen Euro jährlich. Bereits seit 2016 hat Hessen seine finanzielle Zuschüsse für die Schule kontinuierlich erhöht. Die Pensionslasten und die Ausstellungshalle Portikus werden aber weiter von Frankfurt getragen.

Die Städelschule mit ihren rund 200 Studenten geht auf die Museumsstiftung von Johann Friedrich Städel aus dem Jahr 1817 zurück. Unter den Professoren waren einst Max Beckmann oder Jörg Immendorff. Derzeit gehören dazu weltweit renommierte Künstler wie Tobias Rehberger.

Kunstminister Boris Rhein (CDU) sprach von einem „bedeutenden Gewinn für die hessische Hochschullandschaft“. Mit der Städelschule werde das Lehrangebot in der Freien Kunst großartig ergänzt. Rektor Philippe Pirotte betonte, dass die Autonomie der Städelschule im hessischen Hochschulgesetz verankert worden sei. Die Freie Kunst brauche offene Räume und daher absolute administrative Autonomie. (dpa)

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