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Öffentliche Bücherschränke, wie hier am Merianplatz im Nordend, sind beliebte Tauschbörsen.

Harheim

Spenden für Bücherschrank in Harheim

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Öffentliche Bücherschränke gibt es in vielen Frankfurter Stadtteilen. Nicht so in Harheim. Dort sammeln die Bürger jetzt Spenden.

Rund 3800 Euro haben Bürger und Firmen für einen ersten Bücherschrank für Harheim gespendet – und damit mehr als die Hälfte der Kosten gesichert. Der Ortsbeirat 14 hat deshalb beschlossen, das Möbel für Literatur in Auftrag zu geben, das auf dem Kirchplatz aufgestellt werden soll. Das restliche Geld zahlt das Stadtteilgremium aus seinem eigenen Etat.

Die gesamte Summe von knapp 7000 Euro waren den Stadtteilpolitikern zu viel, sagt Ortsvorsteher Frank Immel (CDU). Deshalb hatten sie gemeinsam mit dem Vereinsring Harheim eine Spendensammlung angestoßen (die FR berichtete). Über eine Crowdfunding-Plattform im Internet und ein Konto können sich Harheimer bis Ende des Jahres beteiligen.

Da bereits viel Geld zusammen kam, „haben wir die Bestellung losgeschickt“, sagt Sozialdemokrat Sebastian Menges, der sich für die Spendenaktion stark gemacht hat. „Den Rest zahlen wir.“ Noch liefen einige kleinere Spendenaktionen im Stadtteil. So habe sich etwa ein Harheimer zu seinem runden Geburtstag nur Geld für den Bücherschrank gewünscht.

Die Stadtteilpolitiker waren über die Großzügigkeit der Bürger überrascht. „Das ist viel mehr, als wir erwartet haben“, sagt Immel. Mindestens zehn Personen und Firmen hätten wenigstens 100 Euro gespendet, sagt Menges. Sie können auf einer Plakette am Bücherschrank namentlich erwähnt werden. Die größte Spende einer Privatperson seien 500 Euro gewesen.

Für die Pflege des Schranks möchte das Gremium Paten einsetzen. Mehrere Bürger hätten Interesse bekundet. 

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