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Diana Fischer (links) sammelt Unterschriften für den Erhalt der Filiale.

Frankfurt-Preungesheim

Protest vor der Postbank

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Zahlreiche Bürger demonstrieren gegen die geplante Schließung der Postbank in der Jaspertstraße. Bereits 500 Unterschriften sind gesammelt.

Der Protest gegen die geplante Schließung der Postbankfiliale in der Jaspertstraße wird lauter. Am Donnerstagvormittag haben zahlreiche Menschen mit Schildern und Spruchbändern vor Ort gefordert, dass die alteingesessene Filiale erhalten bleiben muss und Unterschriften gegen die Schließung gesammelt. „Wir brauchen diese Filiale, sie ist die einzige in ganz Preungesheim“, betont Diana Fischer, Vorsitzende des Preungesheimer Nachbarschaftsvereins.

Montagabend ist bekannt geworden, dass die Postbank die Räume in der Jaspertstraße im Laufe des kommenden Jahres verlassen will. Damit müsste auch ihr Kooperationspartner, die Deutsche Post, ihre Dienstleistungen für Briefmarken und Pakete vor Ort einstellen. Zur Begründung teilte die Postbank mit, die Filiale rentiere sich wirtschaftlich nicht mehr. Ein Sprecher der Deutschen Post kündigte an, nach dem Wegzug der Postbank einen neuen Kooperationspartner suchen zu wollen. Denkbar sei ein Kiosk, Presseshop oder ähnliches (die FR berichtete).

Die Preungesheimer sind entsetzt über den Entschluss der Postbank. „Diese Filiale wird von Leuten aus drei Stadtteilen aufgesucht, hier ist immer die Hölle los, täglich bilden sich lange Warteschlangen“, schildert Diana Fischer. Seit Dienstag sammelt sie mit Ehrenamtlichen im Viertel Unterschriften gegen die Schließung. „Rund 500 sind schon zusammengekommen“, schätzt sie. Die Listen will sie Ende November dem Ortsbeirat überreichen, um Druck auf die Stadt zu machen. „Die könnte gegen die Schließung vorgehen“, findet sie.

Bereits Donnerstagvormittag hatte Fischer Gelegenheit, ihren Unmut einem Vertreter der Postbank kundzutun. Während die Bürger draußen vor der Tür der Filiale protestierten, fand drinnen eine Betriebsversammlung der Postbank statt. „Ich habe dem Vertreter gesagt, wie sauer wir sind, das hat er ja gleich miterlebt, und er sicherte zu, es weiterzuleiten“, sagt sie.

Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) will den recht eingeschränkten Handlungsspielraum, den ein Ortsbeirat in solchen Fällen hat, voll ausnutzen. „Wenn es zur Schließung kommt, werden wir der Deutschen Post bei der Suche nach einer passenden Unterkunft behilflich sein“, kündigt Lange an.

Denn die nächstgelegene Postbankfiliale, in der man Geld abheben, Briefmarken kaufen und Pakete aufgeben kann, befindet sich in der Hügelstraße 181, zweieinhalb Kilometer von der Jaspertstraße entfernt. „Das wäre keine Alternative, zumal dort auch die Leute Schlange stehen“, hat Lange beobachtet. Vor allem für ältere Menschen ohne Auto wäre dieser Weg ein weiter.

Auch die Linke im Ortsbeirat 10 setzt sich für den Erhalt der Filiale ein und verurteilt den Entschluss der Postbank aufs Schärfste.

Unterschriftenlisten gibt es auch online zum Herunterladen unter www.preungesheim.net

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