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Im Grenzgebiet zwischen Offenbach und Frankfurt könnte eine Multifunktionsarena entstehen.

Offenbach

Promis kämpfen für Bau einer Kaiserlei-Arena

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Das Ringen um eine Multifunktionshalle am Kaiserlei geht weiter: Die Investoren müssen bei ihren Angeboten nachbessern. Unterdessen gibt es prominente Unterstützung.

Bekommen Frankfurt und Offenbach im Grenzgebiet am Kaiserlei eine Multifunktionsarena? In dieser Frage fällt in diesen Tagen eine wichtige Entscheidung. Bis zum heutigen Freitag haben die beiden potenziellen Bieter – die Anschütz Entertainment Group und die Gesellschaft Lagardère Sport – Zeit, ihre Angebote nachzubessern. Unterdessen haben sich zahlreiche Frankfurter Prominente in einem offenen Brief für den Bau der Halle ausgesprochen.

Bereits vor Monaten hatten Anschütz und Lagardère Angebote für Bau und Betrieb einer Arena für 13 000 Zuschauer vorgelegt. In der Halle sollen unter anderem die Eishockey-Löwen und die Basketballer der Skyliners spielen, zudem sind Konzerte geplant. Andrea Brandl, Referentin von Sportdezernent Markus Frank (CDU), sprach am Donnerstag auf Anfrage der FR von „tollen Angeboten“ – die die Stadt aber in jeweils einem Punkt vor unlösbare Probleme gestellt hätten. Einer der Bieter wollte die festgelegte Erbpacht für das Grundstück am Kaiserlei nicht bezahlen. Sein Konkurrent plante neben der Halle noch weitere Bebauung. Offenbar sollte eine Art Freizeitpark entstehen, „aber das ist mit dem Verkehrskonzept für die Umgebung überhaupt nicht vereinbar“, sagte Brandl.

Beide Bieter mussten also nachbessern, und im Römer ist man einigermaßen gespannt darauf, wie die neuen Angebote aussehen. Denn klar ist: Sollten die Investoren nicht von ihren Vorstellungen abrücken oder aussteigen, wäre das Projekt um Jahre zurückgeworfen, wenn nicht sogar gestorben.

Offener Brief an Stadträte

Ist hingegen eine brauchbare Offerte dabei, bittet eine Gruppe um Frank, Baudezernent Jan Schneider (CDU) und Vertreter der Stadt Offenbach zu Verhandlungen. Anschließend gäbe es einen städtebaulichen Wettbewerb und schließlich einen Beschluss des Stadtparlaments. Im Jahr 2021 könnte mit dem Bau begonnen werden. Zwei Jahre später würde die Halle in Betrieb gehen.

Für die Sport- und Kulturschaffenden, die der PR-Experte Steffen Ball um sich versammelt hat, sind das vermutlich zu viele Konjunktive. Sie stellen in ihrem offenen Brief an Frank und Schneider klar: „Frankfurt braucht die Multifunktionsarena.“ Unterschrieben haben etwa die Geschäftsführer von Skyliners und Löwen, die Sängerin Sabrina Setlur, Comedian Henni Nachtsheim, aber auch Wirtschaftsleute wie Binding-Chef Otto J. Völker oder IHK-Geschäftsführer Matthias Gräßle.

In dem Brief heißt es: „Nur Hallen wie die geplante Multifunktionsarena verfügen über die mittlerweile weltweit geforderte Mindestgröße und Infrastruktur für Konzerte internationaler Top-Acts oder relevanter Hallensport-Veranstaltungen auf Europa- und Weltniveau.“ Frankfurt brauche die Arena, „um seinem Ruf als europäische Metropole gerechtzuwerden“.

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