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„Großes Interesse, 2018 zu kandidieren“: Uwe Becker.

Europawahl OB-Wahl

"Positive Signale für OB-Kandidatur"

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Uwe Becker (CDU) will OB werden. Der Wechsel von Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland (CDU) ins Finanzministerium könnte ihm den Weg frei machen, denn auch sie hatte Anspruch auf eine Kandidatur angemeldet. Im FR-Interview spricht Becker über seine Chancen.

Uwe Becker (CDU) will OB werden. Der Wechsel von Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland (CDU) ins Finanzministerium könnte ihm den Weg frei machen, denn auch sie hatte Anspruch auf eine Kandidatur angemeldet. Im FR-Interview spricht Becker über seine Chancen.

Herr Becker, mit welchen Ideen geht die CDU Frankfurt in die Europawahl?

Zunächst wird die Bundes-CDU in ihrer Klausur am 7. bis 8. Februar das Wahlprogramm für die Europawahl am 25. Mai aufstellen. Das Programm diskutieren wir anschließend auch in der CDU Frankfurt. Unsere Frankfurter CDU-Spitzenkandidaten werden im Wahlkampf zu Veranstaltungen zum Thema Europa in der Stadt unterwegs sein, etwa der Europaparlamentarier Thomas Mann.

Welchen Themen stellen Sie dann in den Vordergrund?

Wir reden über die Frage: Was macht Europa aus? Das Jahr 2014 fällt zusammen mit wichtigen historischen Ereignisse. Dem 100. Jahrestag des Beginns des Ersten Weltkriegs, dem 75. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs. Europa ist mehr als eine Wirtschaftsunion, mehr als der Euro. Aber auch das Thema Staatsschuldenkrise wird uns beschäftigen. Wir wollen auch diskutieren, was Europa für Frankfurt bedeutet.

Was macht Europa aus – mit Blick auf Frankfurt?

Europa ist eine Wertegemeinschaft, die Europäische Union ist eine Friedensunion. Für Frankfurt als Sitz der EZB ist das Thema Europa eng mit der Stadt verknüpft. Vieles, was sich wirtschaftlich in Europa tut, hängt direkt auch mit Frankfurt zusammen. Als internationalste Stadt in Deutschland ist gerade Frankfurt die Europastadt.

Welchen Einfluss haben EU-Parlamentarier, auch aus Ihrer Partei, auf Frankfurt?

Europa wird immer wichtiger für die kommunale Ebene. Unser Abgeordneter Thomas Mann hat sich für die Bodenverkehrsdienste engagiert, wo es um die Frage ging, wie am Frankfurter Flughafen mit den Arbeitsplätzen der Bodenverkehrsdienste umgegangen wird. Hier hat er sich gegen die EU-Kommission und für die deutsche Position und die von Fraport eingesetzt und argumentiert, dass mehr Wettbewerb bei den Bodenverkehrsdiensten schlechtere Arbeitsbedingungen, eine geringere Qualität der Bodenabfertigung und Arbeitsplatzverluste mit sich bringen könnte.

Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) hat gestern sein neues Kabinett vorgestellt. Boris Rhein aus der CDU Frankfurt wird Wissenschaftsminister statt Innenminister. Ein Abstieg?

Nein, wenn ich mir das Tableau anschaue, sehe ich, dass die Frankfurter CDU in Wiesbaden stark vertreten ist. Boris Rhein ist jetzt verantwortlich für ein Ministerium, das auch für den Wissenschaftsstandort Frankfurt und die Wissensregion Rhein-Main elementar wichtig ist. Er kennt die Universität Frankfurt und weiß, wie Frankfurt/Rhein-Main tickt. Ich bin froh, dass wir nun dort jemanden haben, der sich engagiert einbringt.

Die Frankfurter Stadtverordnetenvorsteherin Bernadette Weyland (CDU), die Ambitionen auf die Oberbürgermeisterkandidatur 2018 in Frankfurt hatte, wechselt als Staatssekretärin ins hessische Finanzministerium. Ist nun der Weg frei für Ihre eigene OB-Kandidatur?

Die Aufgabe von Frau Weyland ist wichtig, auch für Frankfurt, denn die Finanzausstattung der Kommunen ist von zentraler Bedeutung. Ich persönlich habe ein großes Interesse, 2018 zu kandidieren, und bekomme auch viele positive Signale, das zu tun. Alles andere wird die Frankfurter CDU zum richtigen Zeitpunkt entscheiden.

Ihre Magistratskollegen Olaf Cunitz und Stefan Majer (beide Grüne), die für Planung und Verkehr verantwortlich sind, dominieren mit ihren Themen in der Berichterstattung und damit der öffentlichen Wahrnehmung. Haben Sie als Kämmerer ein Problem mit der Außenwirkung?

Nein, überhaupt nicht. Als Kämmerer und in der Spitze der Koalition wirke ich an all diesen Themen entscheidend mit: von den Kliniken Höchst, über die Fragen des kulturellen Engagements und dem Ja zum Romantikmuseum bis hin zu sozialen Themen. Bevor ich Kämmerer wurde, war ich Sozialdezernent und bin in vielen Vereinen und Stiftungen engagiert. In meiner Funktion als Kämmerer und an vielen anderen Stellen habe ich gute Möglichkeiten, mit Menschen zusammen zu kommen und öffentlich in Erscheinung zu treten.

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