+
Vorbereitungen auf die Silvesternacht: Schon jetzt dürfen keine Autos mehr in den Bereich am Eisernen Steg fahren.

Silvester in Frankfurt

Polizei rüstet an Silvester ab

  • schließen

Weniger Einsatzkräfte als vor einem Jahr werden in der Silvesternacht in Frankfurt unterwegs sein. Auch die Sicherheitszone am Eisernen Steg wird kleiner. Hinweise auf einen möglichen Anschlag gibt es nicht.

Die Polizei wird in der Silvesternacht in Frankfurt mit etwas weniger Beamten im Einsatz sein als vor einem Jahr. Polizei-Vizepräsident Walter Seubert sprach am Freitag bei der Vorstellung des Sicherheitskonzepts von Stadt und Polizei von einer mittleren dreistelligen Anzahl von Polizisten, die als solche erkennbar oder in Zivil dazu beitrügen, dass man in Frankfurt sicher feiern könne. Im Vorjahr habe man etwas mehr Beamte im Einsatz gehabt, allerdings auch nicht in vierstelliger Anzahl.

Auch der Sicherheitsbereich wird kleiner ausfallen als im vergangenen Jahr. Abgezäunt ist diesmal nur der Eiserne Steg samt seiner Brückenköpfe. Im vergangenen Jahr hatten auch noch Teile des nördlichen Mainufers zu dieser besonders kontrollierten Zone gehört.

Für Deutschland gebe es eine abstrakte Gefährdungslage. Konkrete Erkenntnisse über eine gezielte Gefährdung in Frankfurt, also etwa einen Anschlag, gebe es aber nicht, betonte Seubert. Im vergangenen Jahr sei es am Mainufer ruhig zugegangen, sagte der Frankfurter Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU).

Die Polizei setzt wieder auf mobile Videotechnik, die an der Hauptwache, auf dem Römerberg und der Nordseite des Eisernen Stegs zum Einsatz kommen soll. Das Mainufer wird auf Höhe der Brücke hell ausgeleuchtet.

Zum ersten Mal haben Bundes- und Landespolizei laut Seubert Aufenthalts- und Betretungsverbote für die Silvesternacht ausgesprochen. Neun Personen, die schon früher auffällig wurden, dürfen Bereiche am Hauptbahnhof, der Innenstadt, am Mainufer und in Sachsenhausen nicht betreten. Die Wasserschutzpolizei wird im Einsatz sein. Wasserwerfer werden vorgehalten. Die Stadtpolizei unterstützt die Polizei mit 44 Beschäftigten. Zwölf Fahrzeuge der städtischen Polizeikräfte seien unterwegs und in der Lage, an vielen Orten sehr schnell Kontrollen durchzuführen, sagte Frank. „Wir werden sehr aufmerksam sein.“

Mainkai, Alte Brücke, Untermainbrücke und Schaumainkai sind für den Verkehr gesperrt. Weitere kurzfristige Straßensperrungen vor allem im Innenstadtbereich seien möglich, Schwere Betonbarrieren versperren Fahrzeugen im Bereich Untermainkai/Neue Mainzer Straße, Mainkai/Kurt-Schumacher-Straße, an der Untermainbrücke und der Alten Brücke den Weg. Die Polizei hat für die Silvesternacht fünf spezielle Anlaufstellen für die Feiernden eingerichtet. Sie verteilt Karten mit Informationen, wie sich diese in einer bedrohlichen Situation richtig verhalten.

Zugenommen habe in den vergangenen Jahren etwa das Attackieren mit Feuerwerkskörpern anderer Feiernder oder sogar von Einsatzkräften. Das werde die Polizei nicht hinnehmen, sagte er. Böller auf andere zu werfen, sei kein Spaß, sondern eine Straftat, sagte Frank.

Stärker im Fokus haben Stadt und Polizei diesmal die Ginnheimer Platensiedlung, wo es an Silvester und an Halloween Randale gegeben hatte. Der städtische Entsorgungsbetrieb FES wird laut Frank noch am Silvestertag die Altpapier- und Mülltonnen leeren, damit Jugendliche nur wenig Abfall zum Anzünden vorfinden. Er kündigte zudem eine erhöhte Polizeipräsenz und Aufmerksamkeit an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare