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Schulen sind besonders im Frankfurter Norden knapp. (Symbolbild)

Kalbach/Riedberg

Neue Schule für Frankfurter Norden

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Die Projektentwickler der neuen IGS Kalbach-Riedberg stellen im Ortsbeirat die Pläne für den geplanten Neubau vor.

Sabine Schaaf vom Stadtschulamt bringt die Lage der Schulplätze im Frankfurter Norden auf den Punkt: „Es gibt Bedarf ohne Ende.“ Ein entsprechend begeistertes Echo erfuhren die Projektentwickler der neuen IGS Kalbach-Riedberg bei der Vorstellung des geplanten Baus in der Sitzung des Ortsbeirats 12 am Freitagabend.

Im Herbst 2021 soll die neue Schule in Betrieb genommen werden. Die voriges Jahr eröffnete IGS ist noch in einem Übergangsquartier an der Carl-Hermann-Rudloff-Allee untergebracht. Ende dieses Jahres sollen die Bauarbeiten starten.

Claudia Schwertfeger vom Stuttgarter Architektenbüro „h4a“ erläutert das Erscheinungsbild der Schule: „Optisch passt sich der Bau durch drei Geschosse und eine helle Klinkerfassade der umliegenden Architektur an.“ Auffallen soll vor allem das Erdgeschoss. Durch dessen transparente Glasfassade wirke die IGS offen und einladend. Im Inneren sollen gelbe und grüne Farben und Holz dominieren. Nicht nur Unterrichtsräume sind vorgesehen. Auch Ausbildungs- und Förderzentrum, eine Einrichtung der Jugendhilfe sowie eine Hausmeisterwohnung sind geplant.

„Das Zentrum der Schule wird der belichtete Hof“, sagt die Architektin. Generell seien viele offene Bereiche vorgesehen. Auf den Fluren und im Außengelände könne etwa „informell gearbeitet“ werden. Viel Platz bietet auch die Mensa, in der bis zu 400 Kinder speisen sollen. Hier soll nicht nur gegessen werden – eine multifunktionale Nutzung biete sich an. „Konzerte, Theateraufführungen oder Schülermessen sind denkbar“, so Schwertfeger.

Der Schulhof werde großzügig gestaltet, sagt Landschaftsarchitekt Andreas Koppelmann. Sitzbereiche, Bänke und mehrere Bäume seien geplant. Auf der südlichen Seite des Areals sollen Sportflächen entstehen. „Fußball-und Basketballfelder sind denkbar.“ Aus Kostengründen werde, wie auch bei der Laufbahn, Kunststoff verlegt. Geplant seien auch ein Schulgarten und Fahrradparkplätze.

„Eine Herausforderung beim Bau ist die Hanglage“, sagt Schwertfeger. Um circa vier Meter fällt das Gelände ab. Die Sporthalle werde daher „eingegraben“. Für die Nachbarschaft bringe die Bauweise Vorteile, denn „sie dämmt den Lärm“. Auch eine externe Nutzung der Halle durch Sportvereine sei denkbar. Da der Platz begrenzt ist, sollen Autos in einer Tiefgarage parken können. Zu den Gesamtkosten wollte sich das Architektenbüro nicht äußern.

Anwohner und Ortsbeiräte zeigten sich begeistert vom Konzept des Neubaus. Allerdings machte sich auch Skepsis breit. „Die Planung hat eine gymnasiale Oberstufe nicht berücksichtigt“, kritisierte Sascha Vogel (CDU). Der Bedarf an Plätzen sei aber gegeben. Eine Erweiterung der Schule, etwa durch Aufstockung, sei nicht mehr möglich, sagte Sabine Schaaf. Im schlimmsten Fall, müssten dann Teile des Schulhofs mit Containern belegt werden, befürchtet Vogel.

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