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Im Nordpark zwischen Bonames und Berkersheim gibt es bereits einen renaturierten Altarm der Nidda.

Nidda in Frankfurt

Naturnahe Nidda

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Die CDU im Ortsbeirat 14 will einen ehemaligen Nidda-Altarm nahe der Harheimer Brücke wiederbeleben. Die Stadt steht dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber.

Eine neues Biotop könnte nach dem Willen der CDU an der Nidda entstehen. Die Fraktion schlägt vor, einen ehemaligen Altarm des Flusses wieder zu reaktivieren. Über die Vorlage berät der Ortsbeirat 14 in seiner Sitzung am Montag, 22. Oktober. Das Areal liegt etwa 200 Meter flussabwärts von der Harheimer Brücke entfernt auf der Berkersheimer Seite.

Anfang der 60er Jahre sei der Altarm im Zuge der Begradigung der Nidda vom Fluss abgetrennt worden, sagt Antragsteller Stefan Quirin. Die Stadt habe die Kiesbänke weggebaggert, „die Böschung trapezförmig gestaltet, die Flussschleifen begradigt“. Dadurch sei es zu „negativen Auswirkungen auf die Flora und Fauna gekommen“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende. Das einstige Flussbett des Altarms etwa sei komplett ausgetrocknet.

Das möchten die Christdemokraten rückgängig machen und ein kleines Stück der ehemaligen Auenlandschaft wieder herstellen. Sie versprechen sich davon „positive Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt sowie das Landschaftsbild“, sagt Quirin: „Das wäre eine schöne Bereicherung.“ Ob der Uferweg künftig um den Altarm herum führen soll oder etwa eine Brücke über die Zuflüsse gebaut wird, könne später entschieden werden.

Quirin ist optimistisch, dass seine Anregung umgesetzt wird. So befinde sich das etwa 5000 Quadratmeter große Areal bereits im Besitz der Stadt. Zudem habe die Stadtverordnetenversammlung Ende der 90er Jahre die Konzeption „Naturnahe Nidda“ beschlossen. Darin sei angeregt worden, die Altarme wieder mit der Nidda zu verbinden. In der Folge sei etwa der Bonameser Altarm renaturiert worden.

Das Stadtentwässerungsamt steht dem Vorhaben aufgeschlossen gegenüber. Den Altarm wieder an die Nidda anzuschließen sei „grundsätzlich möglich“, sagt Stefanie Toth auf Anfrage. Allerdings müsse das Areal und die dortige Flora und Fauna vorab untersucht werden – zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde. Schließlich sei denkbar, dass sich dort inzwischen „etwas Wertvolles“ entwickelt habe, so Toth. „Nicht dass wir durch den Anschluss des Altarms ein bestehendes Biotop zerstören.“

Der Ortsbeirat 14 tagt am Montag, 22. Oktober, 20 Uhr im Bürgerhaus Harheim, In den Schafgärten 21.

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