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Die Hortkinder des Kinderzentrums 122 präsentieren die Ergebnisse eines Workshops auf Plakaten.

Frankfurt-Niederrad

Das Mainfeld aus Kindersicht

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Auf den Spielplätzen im Mainfeld liegt einiges im Argen. Das haben Hortkinder des Kinderzentrums 122 in ihren Ferien dokumentiert. Der für Frankfurt-Niederrad zuständige Ortsbeirat will sich der Kritik annehmen.

Auf dem Spielplatz am Haardtwaldplatz verbringen die meisten Hortkinder des „Gute Laune Hauses“ am liebsten ihre Zeit. Dass dort und an anderen Orten im Stadtteil einiges verbessert werden kann, zu diesem Ergebnis kommen sie bei einer „Kinderkonferenz“ im Kinderzentrum 122 in der Mainfeldsiedlung. Zuvor waren sie mit den beiden Stadtentwicklern Julia Wahl und Jens Weber von der „Beratungsgesellschaft für Stadterneuerung und Modernisierung“ als Raumpiloten in ihrer näheren Umgebung unterwegs. „Wir haben die Kinder animiert, uns als Experten ihren Stadtteil und ihre Lieblingsorte zu zeigen“, erklärt Soziologe Weber. Unterwegs hätten die jungen Bewohner gute und schlechte Bedingungen für ihre Freizeitgestaltung benannt.

Adriana und Youssra etwa gefällt auf dem Haardtwaldspielplatz besonders das Klettergerüst. „Doof“ finden sie nur die Kieselsteine darunter. Die seien ziemlich unbequem, wenn man darauf falle, berichtet die neunjährige Adriana. Youssra vermisst ein Spielgerät, bei dem die Kinder früher „Sand mit einer Kette in eine Box“ befördern konnten. Die Seilbahn aber ist „super“, sagt die Siebenjährige. Die könnte gerne ein bisschen verlängert werden.

Christian Becker (CDU), Ortsvorsteher des Ortsbeirates 5, der ebenfalls zur Konferenz gekommen ist, notiert sich die Anmerkungen. „Die Kinder sehen die Stadt anders“, sagt er und erklärt: „Wir wollen keine Zwangsbeglückung von oben, sondern mit den Kindern gemeinsam Verbesserungen erarbeiten“. Ob die Seilbahn verlängert werden könne, will er nicht versprechen. Dagegen seien „kleine Schönheitsmaßnahmen“, wie der Austausch von Bodenbelägen durch Matten unter dem Klettergerüst und der Seilbahn möglich. Denn auch der Rindenmulch unter der Seilbahn sei nicht angenehm unter den Füßen, berichtet Youssra: „Die Holzdinger pieksen.“

Schutzmauer fehlt

Den Bolzplatz im Mainfeld besucht Abigaile gerne. „Man kann da toll Fußball und Basketball spielen.“ Nur der Rasen fehlt. Den gibt es am Mainufer, auf dem Gelände des Licht- und Luftbad. Dort geht Matteo gerne zum Schaukeln und Rutschen hin. „Es fehlen noch Fußballtore und eine Schutzmauer, dass der Ball nicht in den Main rollt“. Ob das möglich ist, müsse erst geprüft werden, sagt Ortsvorsteher Becker.

Monika Matthäus, Leiterin des Kinderzentrums 122, sagt: „Ich finde es unheimlich gut, dass die Kinder Gehör finden.“ Der Nachwuchs habe „benannt, was uns Erwachsenen klar sein müsste“. Gefördert wird das Projekt, das bereits in Preungesheim realisiert wurde, vom Bildungsministerium im Rahmen des Programms „Aktive Nachbarschaft“.

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