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Der Zugang an der Hügel-/Jean-Monnet-Straße soll heller werden.

Eckenheim

Licht für Sportplatz

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Der Sportverein Viktoria Preußen bekommt eine Beleuchtungsanlage, auf die er sechs Jahre warten musste.

Sechs Jahre haben die Mitglieder des Sportvereins Viktoria Preußen darauf gewartet. Nun bekommt der Zugang von der Gebrüder-Hommel-Anlage zum Sportplatz in Eckenheim endlich eine Beleuchtungsanlage. Damit sollen vor allem Kinder und Jugendliche den Weg auch im Dunklen bedenkenlos gehen können.

Ohne Verzögerungen lief aber dieser letzte Akt einer fast unendlichen Geschichte nicht ab. Vereinssprecher Peter Lorenz schwankt zwischen Erleichterung und Ungläubigkeit. Er ist froh, dass „nun endlich, endlich gearbeitet wird“. Sechs lange Jahre mussten Lorenz und die Viktoria darauf warten.

2012 hatte der Ortsbeirat 10 erstmals einen Antrag zu diesem Thema gestellt. Doch aus Gründen des Naturschutzes wurde die Anregung vom Magistrat abgelehnt. „Grundsätzlich werden zur Schonung von Fauna und Flora keine Wegbeleuchtungen innerhalb öffentlicher Parkanlagen zugelassen“, hieß es damals. Daran änderte sich jahrelang nichts.

Nun kommt die Beleuchtungsanlage. Doch Lorenz kann weiterhin nur den Kopf schütteln. Denn auch das Finale war geprägt von nicht eingehaltenen Zusagen. Im September hatte das Amt für Straßenbau und Erschließung verkündet, dass es am 15. Oktober mit den Arbeiten losgehen sollte. Tatsächlich erfolgte der Startschuss erst in der vergangenen Woche.

Fertiggestellt werden soll die Beleuchtungsanlage am 7. Dezember, wie eine Sprecherin des Amtes bestätigt. „Dann ist es eigentlich schon wieder zu spät“, merkt Peter Lorenz süffisant an. Denn die Kinder und Jugendlichen, die in erster Linie von den Lampen profitieren sollten, trainieren dann bereits in einer Halle und nicht mehr auf dem Sportplatz im Freien. „Ich sag dazu nichts mehr“, so Lorenz‘ etwas fatalistisches Fazit. Zu oft sei er in der Vergangenheit enttäuscht worden.

2016 kam es zu einer Kehrtwende des Magistrats. Nach einer erneuten Prüfung auf Anregung des Ortsbeirates konnte sich die Stadtverwaltung vorstellen, „unter Abwägung der Umweltbelange mit den Schutz- und Sicherheitsinteressen für Kinder und Jugendliche ausnahmsweise die Zuwegung mit einer Beleuchtung auszustatten“. Doch dann passierte erst einmal nichts.

Im Februar 2017 versprach das Amt für Straßenbau und Erschließung dann eine temporäre Anlage, die im August des Jahres errichtet werden sollte. Mehr sei nicht möglich, hieß es, denn die Kosten für eine feste Anlage seien von 40.000 Euro auf rund 100.000 Euro gestiegen. Doch auch aus dem Provisorium wurde nichts. Inzwischen liegen die Kosten für die Beleuchtung laut Stadt bei rund 50.000 Euro.

Ortsvorsteher Robert Lange (CDU) will die Vergangenheit ruhen lassen. Er freue sich „gigantisch“, dass es losgehe, hatte er im September gesagt. Nun werde „endlich“ gebaut, wofür er dem Amt „ausdrücklich dankbar“ sei.

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