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Bei der Solidaritätslesung werden auch Texte des freigelassenen deutschen Journalisten Deniz Yücel gelesen.

Jetzt live: Lesung in Frankfurt

Lesung für Inhaftierte in der Türkei

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Anlässlich des Staatsbesuchs von Recep Tayyip Erdogan setzen sich Kulturschaffende für inhaftierte und verfolgte Autorinnen und Autoren in der Türkei ein. Die Lesung können Sie hier live verfolgen.

Zum Staatsbesuch des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan machen sich Kultur- und Medienschaffende für inhaftierte und verfolgte Autorinnen und Autoren in der Türkei stark. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bringt sie am heutigen Freitagabend um 18 Uhr zu einer Solidaritätslesung in Frankfurt zusammen, die hier verfolgt werden kann. 

Zu den Teilnehmern gehören die Schriftstellerin Asli Erdogan, der Journalist Michel Friedman, der Leiter des Frankfurter Literaturhauses, Hauke Hückstädt, und FR-Redakteur Pitt von Bebenburg. Die Texte stammen von Autoren wie dem inhaftierten Ahmet Altan und dem freigelassenen deutschen Journalisten Deniz Yücel. 

Der Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins, Alexander Skipis, beklagt, „dass Deutschland das türkische Staatsoberhaupt feierlich und mit allen Ehren empfängt“. Das sei „ein Schlag ins Gesicht all derer, die in der Türkei seit Monaten und Jahren unter fadenscheinigen Gründen und ohne fairen Prozess angeklagt und inhaftiert sind“. 

Die hessische Europaministerin Lucia Puttrich (CDU) fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu auf, die Menschenrechtsprobleme bei Erdogan glasklar anzusprechen. „Unter seiner Führung entwickelt sich die Türkei von Europa und seinen Werten weg. Menschen werden verhaftet, Freiheiten Schritt für Schritt eingeschränkt. Das ist keine Grundlage für eine gute Partnerschaft.“ (FR)

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