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Die Schwimmmeister sind oft nicht direkt bei den Bäderbetrieben angestellt.

Schwimmbäder

Weg von der Leiharbeit

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Die Bäderbetriebe schaffen 60 Stellen. Ein weiterer Geschäftsführer soll sich um die Finanzen kümmern.

Die Frankfurter Bäderbetriebe wollen in den kommenden Monaten ihr Personal deutlich aufstocken. Geplant sind 60 weitere Stellen, wie Sportdezernent Markus Frank (CDU) am Donnerstag erklärte. Dafür wollen die Betriebe die Zusammenarbeit mit Leiharbeitsfirmen so weit wie möglich beenden.

Derzeit sind viele Bedienstete in den städtischen Schwimmbädern nicht bei den Bäderbetrieben angestellt – etwa das Kassenpersonal oder Schwimmmeister. Doch oft sind die Bäderbetriebe mit den Mitarbeitern, die ihnen von externen Firmen gestellt werden, nicht zufrieden, wie Geschäftsführer Frank Müller ausführte. Bedienstete, die bei dem städtischen Unternehmen direkt angestellt sind, identifizierten sich in der Regel in ganz anderem Ausmaß mit ihrer Arbeit als die Zeitarbeitskräfte. Müller und Frank wollen deshalb möglichst viel Personal direkt anstellen – wobei das auch die Mitarbeiter sein können, die jetzt bereits an der Kasse sitzen oder die Schwimmaufsicht führen, aber von einer Fremdfirma gestellt werden.

Mit den Neueinstellungen würde die Zahl der Arbeitsplätze bei den Bäderbetrieben auf mehr als 300 wachsen. Das Reinigungspersonal soll weiter von externen Firmen kommen.

Vorgestellt wurde am Donnerstag auch ein weiterer Geschäftsführer der Bäderbetriebe: Boris Zielinski, bis vor Kurzem sportlicher Leiter bei der Turngemeinde Bornheim, wird künftig mit Frank Müller zusammenarbeiten. Der 46-Jährige soll sich vor allem um Controlling, Personalplanung und die Finanzen kümmern. Zu seinen ersten Aufgaben dürften Verhandlungen mit der Goethe-Uni und dem Land Hessen zählen. Denn die vor einem Jahr erstmals vorstellten Pläne der Stadt, gemeinsam mit der Hochschule das Schwimmbad auf dem Sportcampus zu betreiben, nehmen konkrete Formen an.

Bis 2024 soll auf dem Gelände in Ginnheim ein Schwimmzentrum entstehen, das auch Leistungssportlern offensteht. Sie würden in dem Bad die fürs Training dringend benötigte 50-Meter-Bahn vorfinden. Eine solche gibt es derzeit nur im Schwimmbad des Landessportbundes. Zugleich könnten Studierende, angehende Lehrer und Schüler das Bad nutzen. Der Umbau würde zwischen 30 und 40 Millionen Euro kosten. Wie viel davon die Stadt übernimmt, soll in Kürze verhandelt werden.

Derzeit tourt Markus Frank durch die Ortsbeiräte und beantwortet insbesondere Fragen zu den sieben Schulschwimmbädern in Frankfurt. Diese sollen auch nach dem Bau des Schwimmzentrums erhalten bleiben, sagte der Dezernent. Er stellt sich aber einen Betrieb durch die städtischen Bäderbetriebe vor.

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