Obdachlose in Frankfurt

Kritik an Notquartier

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"Der U-Bahnhof Eschenheimer Tor ist ein Bahnhof, keine Wohnung", rügt der Förderverein Roma die Entscheidung der Stadt Frankfurt, dort ein Notschlafquartier für Obdachlose zu offerieren.

Der Förderverein Roma hat die Entscheidung der Stadt kritisiert, obdachlosen Menschen in der B-Ebene am Eschenheimer Tor ein Notschlafquartier für den Winter anzubieten. „Der U-Bahnhof Eschenheimer Tor ist ein Bahnhof, keine Wohnung“, teilte der Verein, der sich für die Interessen der Roma-Minderheit in Frankfurt einsetzt, am Freitag mit. Gerade obdachlosen Roma aus Osteuropa, die neben ihrer Armut von Diskriminierung betroffen seien, müsse die Stadt Wohnraum anbieten, „statt durch kosmetische Maßnahmen, unterlassene Hilfe und Ausgrenzung die Menschen zu vertreiben“.

Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) hatte am Donnerstag die neue Notübernachtung präsentiert, die der Frankfurter Verein für soziale Heimstätten am Eschenheimer Tor eingerichtet hat. Dort können ab sofort 150 Obdachlose pro Nacht auf dem Fußboden schlafen, am Morgen bekommen sie noch warme Getränke und einen Imbiss. Das Angebot richtet sich vor allem an psychisch kranke Obdachlose und Menschen aus Osteuropa, die keinen Rechtsanspruch auf bessere Unterbringung haben. Die Notübernachtung war zuvor fast 20 Jahre lang in der B-Ebene der Hauptwache untergebracht.

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