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Bordell im Bahnhofsviertel: Die Betreiber müssen zum Schutz der Frauen bestimmte Mindeststandards gewährleisten. (Archivbild)

Razzia im Bahnhofsviertel

Kontrolle in Bordellen im Bahnhofsviertel

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Polizei und Steuerfahndung machen gemeinsam in den Bordellen im Frankfurter Bahnhofsviertel Razzien. Das Ordnungsamt der Stadt kündigt weitere Großkontrollen an.

Polizei und Steuerfahndung haben am späten Mittwochabend Bordelle im Frankfurter Bahnhofsviertel durchsucht. Hintergrund des Einsatzes war das im Juli eingeführte Prostituiertenschutzgesetz. Es sieht unter anderem eine Anmeldepflicht und eine verpflichtende Gesundheitsberatung für Prostituierte vor. Betreiber von Bordellen benötigen eine Erlaubnis und müssen zum Schutz der Frauen bestimmte Mindeststandards gewährleisten.

Die Anforderungen des Gesetzes seien weitgehend eingehalten worden, stellte ein Polizeisprecher nach der Kontrolle von 81 Frauen in drei Laufhäusern fest. Dennoch nahmen die Beamten einen 37 Jahre alten Mann fest. Er soll die Zwangsprostitution gefördert haben, zudem besteht gegen ihn der Verdacht des Menschenhandels. Die 35 Beamten, die im Einsatz waren, stellten außerdem mehrere Verstöße gegen das Aufenthalts- sowie das Arzneimittelgesetz fest. In geringen Mengen entdeckten sie auch Betäubungsmittel.

Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) kündigte weitere Großkontrollen an, um „die Strukturen im Prostitutionsgewerbe noch besser aufzudecken“. Polizeipräsident Gerhard Bereswill sagte, es sei wichtig, „im Bahnhofsviertel neben der Drogenkriminalität auch die Zwangsprostitution konsequent zu bekämpfen“.   

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