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Soll demnächst im Frankfurter Bahnhofsviertel schneller zum Einsatz kommen: Kehrmaschine der Stadt.

Bahnhofsviertel

Kehrmaschine auf Abruf

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Kampf gegen Müllhalden: Die Stadt will den Müll im Frankfurter Bahnhofsviertel schneller entsorgen lassen.

Die Stadt will mehr für die Sauberkeit im Bahnhofsviertel tun. Künftig sollen eine Kehrmaschine und ein Lastwagen für den Abtransport von Sperrmüll bis zu zwölf Stunden täglich ausschließlich in dem Stadtteil unterwegs sein. Stadtpolizisten sollen die Fahrzeuge jederzeit herbeirufen können, wenn ihnen Müllhalden auffallen.

Entsprechende Pläne gab Ordnungsdezernent Markus Frank (CDU) am Dienstag vor Journalisten im Römer bekannt. Derzeit verhandele sein Dezernat über die Kosten für den Einsatz mit der FFR, einer Tochterfirma der Müllentsorgungsgesellschaft FES. „Sauberkeit und Sicherheit sind zwei Seiten derselben Medaille“, sagte Frank. Viele Menschen beschwerten sich über den Dreck im Bahnhofsviertel. So ließen etwa Obdachlose oft Matratzen und andere Habseligkeiten zurück. Aber auch manche Gastronomen stellten ihren Müll einfach auf die Straße.

Allerdings sollen die ständig verfügbaren Müllfahrzeuge zunächst einmal nur Teil eines Pilotprojekts sein, das auf drei oder sechs Monate befristet ist. Denn restlos überzeugt ist Markus Frank nicht von der Idee, den Abfall auf Anforderung der Stadtpolizei kurzfristig abtransportieren zu können. Zwar werde das Viertel im Ergebnis sauberer. Frank befürchtet aber, Müllsünder könnten sich durch die neue Praxis noch bestärkt fühlen und noch mehr Abfall auf die Straße stellen. „Wir müssen einfach sehen, wie es läuft, und dann Bilanz ziehen“, sagte der Ordnungsdezernent. 

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