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Die Produktion „Dreimal König“ vom Theater Grüne Soße ist auch im Theaterhaus zu sehen.

Theaterhaus in Frankfurt

25 Jahre freies Theater

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Das Theaterhaus Schützenstraße in Frankfurt feiert sein 25-jähriges Bestehen. Anfangs war es eine Spielstätte für die freie Theaterszene. Inzwischen ist es vor allem eine Bühne für Kinder und Jugendliche.

Am Donnerstagabend, 3. März, ab 19 Uhr wird gefeiert. Und dafür gibt es auch allen Grund. Das Theaterhaus, Schützenstraße 12, besteht seit 25 Jahren. Seit 1991 hat es sich als wesentliche Spielstätte für die freie Theaterszene in Frankfurt und weit darüber hinaus etabliert.

Einen „Ort der Phantasie, der Selbstentdeckung und des Eigensinns“ nennt es Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU). Heute ist es vor allem eine Bühne für Kinder- und Jugendtheater. Einmal im Jahr, beim Internationalen Festival „Starke Stücke“, gastieren internationale Theaterproduktionen. Intendant und treibende Kraft des Hauses im Fischerfeldviertel ist seit eh und je der Theatermacher Gordon Vajen. Es waren die freien Ensembles Klappmaul Theater, Grüne Sosse und die Traumtänzer, die sich am 1. März 1991 zur gemeinnützigen GmbH Freies Theaterhaus zusammengetan hatten.

Viele andere freie Theater und Künstler konnten dann die Bühne an der Schützenstraße nutzen, etwa Vivienne Newport, Cornelia Niemann, Annemarie Roeloefs oder das Theater Willy Praml.

Die Stadt Frankfurt fördert das Haus ganz wesentlich. Der Zuschuss für die GmbH ist 2010 auf 470.000 Euro im Jahr erhöht worden. Hinzu kommen noch einmal 98.000 Euro jährlich für das Ensemble des Theaterhauses. Darüber hinaus gibt es eine finanzielle Unterstützung auch vom Land Hessen. Die Landesregierung erkennt an, dass das Theaterhaus mit seiner Arbeit auch ganz wesentlich ist für die Rhein-Main-Region. Mit bis zu 120.000 Euro im Jahr fördert das Land deshalb einzelne Produktionen. Von der Spielzeit 2003/2004 an steht das Kinder- und Jugendtheater im Mittelpunkt. Das beginnt mit der Reihe „Theater von Anfang an“ schon für die Kleinsten, nämlich Kinder im Alter von ein und zwei Jahren. Zwei Stücke für diese Zielgruppe gehören fest zum Repertoire. Etwas ganz Besonderes ist auch das Programm „Erzählzeit Frankfurt“. Erzählerinnen und Erzähler besuchen Schulklassen und tragen dort ein Märchen vor. Die Schülerinnen und Schüler wiederum erzählen es nach. So soll die Sprachkompetenz der Kinder und Jugendlichen gefördert werden.

Das Theaterhaus arbeitet fest mit Frankfurter Schulen und Kindertagesstätten zusammen, deren Klassen und Gruppen regelmäßig die Vorstellungen besuchen. Sie können auch erleben, wie ein Stück entsteht: Von den ersten Proben bis zur Premiere. Die Ferienspiele schließlich geben Kindern und Jugendlichen ab acht Jahren selbst die Möglichkeit, auf der Bühne zu stehen. Das feste Ensemble des Hauses ist noch immer recht klein und besteht aus gerade vier Mitgliedern. Für die einzelnen Produktionen werden dann aber zusätzliche freie Kräfte engagiert. Neben dem festen Ensemble finden sich noch immer das Theater Grüne Sosse, das Theater La Senty Menti und das Figurentheater Eigentlich regelmäßig im Spielplan.

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