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Ende 2017 sollen die Arbeiten am Baugebiet Leuchte starten.

Bergen-Enkheim

Infos zur geplanten Moschee

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Die Bauaufsicht berichtet über das Gemeindezentrum. Der Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen nimmt nicht an der Sitzung teil.

Mit dem geplanten Bau einer Moschee in der Bessemerstraße beschäftigt sich der Ortsbeirat 16 in seiner heutigen Sitzung. Das Gremium hat Vertreter der Bauaufsicht eingeladen. Sie sollen unter anderem erläutern, warum sie eine Nutzungsänderung der leerstehenden Halle hin zu einem Gemeindezentrum positiv beschieden haben, sagt Ortsvorsteherin Renate Müller-Friese (CDU). Zudem habe die vor kurzem gegründete Bürgerinitiative Bessermerstraße, die den Bau verhindern will, ihr Kommen zugesagt.

Der Verein Islamische Informations- und Serviceleistungen (IIS), der das Gemeindezentrum plant (die FR berichtete), wird indes nicht zugegen sein. Der Verein habe zwar gewollt, seine Pläne am heutigen Dienstag vorzustellen, so Müller-Friese. Der Ortsbeirat habe das aber abgelehnt. „Das würde den zeitlichen Rahmen der Sitzung sprengen.“ Das Gremium möchte das Thema an einem separaten Termin besprechen - möglichst in der Stadthalle Bergen. Dann sollen neben Bürgern auch Vertreter der Ämter und des Vereins kommen.

Die Stadtteilpolitiker hatten sich bereits am gestrigen Montag mit Vertretern des islamischen Vereins getroffen und sich dessen Pläne erläutern lassen. „Wir sind derzeit am Faktensammeln“, sagt Ortsvorsteherin Müller Friese. Dazu gehörten auch die Aussagen der Bauaufsicht. Erst danach wolle das Gremium entscheiden, wie es vorgehe.

Ein weiteres Thema der heutigen Sitzung wird ein Kreisverkehr für den Knotenpunkt Vilbeler Landstraße/Borsigallee/Leuchte/Triebstraße sein. Die Fraktion Wir Bergen-Enkheimer (WBE) fordert den Magistrat auf, die Kreuzung entsprechend umzubauen. Damit soll vor allem das neu entstehende Baugebiet Leuchte sowie der Verkehr vom und zum Hessen-Center besser abgewickelt werden können. Gleichzeitig soll die Stadt dafür sorgen, dass kein neuer Durchgangs- und Schleichverkehr im Stadtteil entsteht.

Die Erschließung prüfen

Ortsvorsteherin Müller-Friese begrüßt den Vorstoß der WBE. Wichtig sei es, den Kreisel zeitnah zu realisieren, damit auch der Lastverkehr für das Baugebiet darüber abgewickelt werden könne. Die jetzigen Straßen könnten die Belastung kaum verkraften. Durch den Kreisverkehr müsse auch die Einbahnstraßenregelung in der Triebstraße aufgehoben werden. Davon werde der dortige Einzelhandel profitieren.

Das Amt für Straßenbau und Erschließung werde prüfen, ob an dem Knotenpunkt ein Kreisverkehr eingerichtet werden kann, sagte die Leiterin Michaela Kraft. Ein Kreisverkehr könne nicht überall eingerichtet werden. Die Behörde geht davon aus, dass die Arbeiten im Baugebiet Ende des Jahres starten.

Der Ortsbeirat 16 trifft sich am heutigen Dienstag um 19.30 Uhr in der Nikolauskapelle, Marktstraße 56.

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