+
Ansicht des geplanten Erweiterungsbaus des Jüdischen Museums.

Museen in Frankfurt

Haus jüdischer Kultur

  • schließen

Der Magistrat beschließt die Erweiterung und Sanierung des Jüdischen Museums. Das Haus schließt am 19. Juli. Im Jahr 2018 erwartet die Besucher eine völlig neu konzipierte Dauerausstellung.

Es ist ein Einschnitt. Die Stadtregierung hat den Weg freigemacht für die Erweiterung und Sanierung des Jüdischen Museums. Es bleibt bei Gesamtkosten von 50 Millionen Euro – in der Summe enthalten sind 3,25 Millionen Euro für die Neugestaltung des Museums Judengasse.

Am 19. Juli schließt das Jüdische Museum im Rothschildpalais am Untermainkai. Im Jahr 2018 steht die Eröffnung des dann sanierten Altbaus und des Erweiterungsgebäudes an. Das Büro Staab Architekten aus Berlin zeichnet für den Entwurf verantwortlich, der gerade überarbeitet worden ist.

Die Besucher erwartet im Jahr 2018 auf 1500 Quadratmeter eine völlig neu konzipierte Dauerausstellung. Sie wird derzeit von Wissenschaftlern erarbeitet und gliedert sich künftig in drei Teile, verteilt auf drei Ebenen. Auf der ersten Etage findet sich künftig die Ausstellung zur Geschichte jüdischer Familien, dabei stehen die beiden berühmtesten aus Frankfurt, die Rothschilds und die Franks, im Mittelpunkt. Der Nachlass der Familie Frank wurde dem Museum erst kürzlich zur Verfügung gestellt.

Auf der dritten Ebene gibt es einen Überblick über die Frankfurter jüdische Geschichte von 1800 bis heute – es ist die Fortsetzung der Schau im Museum Judengasse am Börneplatz, die Geschichte und Kultur der Frankfurter Juden vom Mittelalter bis zum Ende des Ghettos im Jahre 1800 thematisiert. Die zweite Etage des Hauses am Mainufer zeigt künftig die Kunst- und Judaica-Sammlung, die in Europa ihresgleichen sucht.

Kabinette für kleine Ausstellungen

Im Parterre schließlich haben in Zukunft die Wechselausstellungen ihren Platz. Zwei bis vier im Jahr sollen künftig zu sehen sein. Die neuen, erweiterten Räume bieten dem Museum die Möglichkeit, weit mehr als bisher mit den Jüdischen Museen in den USA, in Israel und in europäischen Ländern zusammenzuarbeiten und sich auszutauschen.

Es gibt im Erdgeschoss in Zukunft auch kleinere Kabinette, die es ermöglichen, wertvolle Teile der eigenen Sammlung in kleinen Ausstellungen zu präsentieren.

Der Erweiterungsbau schließt sich nördlich an das alte Haus an. 27 Jahre sind vergangen, seit das alte Museum im Rothschildpalais eröffnet wurde. Vor 23 Jahren folgte dann das Museum Judengasse. Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) sieht jetzt ein „neuartiges Zentrum jüdischer Geschichte und Kultur“ entstehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare