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Parallel zum Spatenstich rollten am Grasmückenweg die Bagger.

Höchst

Fünf Millionen für Umbau

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Höchster Tennis- und Hockeyclub baut neuen Hockeyplatz und Tennisfelder. Um das Projekt zu finanzieren, hat der Verein Teile seines Grundstücks verkauft.

Kaum ist der Spatenstich getan, da rollen die Bagger schon wieder. Der Höchster Tennis- und Hockeyclub (HTHC) möchte mit großen Schritten in die Zukunft eilen. Noch bevor am Freitagmittag der Bau eines neuen Hockeyplatzes, einer Tennishalle und -außenplätzen symbolisch besiegelt wird, haben eine Planierraupe und Bagger schon die meisten Teile einer rund drei Hektar großen Fläche geebnet.

„Wir sind dort angekommen, wo die Zukunft beginnt“, sagt Vereinspräsident Wolfgang Hofmann. Nach „Jahrzehnten der Vorbereitung und unglaublich viel Herzblut“ investiere der HTHC fünf Millionen Euro, um seine Sportanlage zu erneuern. Auf dem ausgedienten „letzten Hockey-Naturrasen-Platz Frankfurts“, zwischen Silostraße und Grasmückenweg, entstehe ein Kunstrasenplatz. Der Belag werde in modernem Blau gestaltet.

Um das Hockeyfeld herum ist eine Leichtathletik-Laufbahn geplant, die von Höchster und Unterliederbacher Schulen genutzt werden könne. Nebenan, auf dem einstigen Asche-Hockeyfeld, werden sieben Tennisplätze entstehen. Diese sollen fünf Sandplätze ersetzen, die an die Siedlung am Heimchenweg grenzen. Sie wurden an ein Bauunternehmen verkauft, das dort rund 50 Wohnungen errichten möchte. Auf 4000 Quadratmetern will das Unternehmen drei- und viergeschossige Gebäude bauen.

Bauarbeiten bis 2019 

Mehr als die Hälfte der Investitionskosten würden durch den Verkauf der Tennisfelder finanziert werden. Zudem habe der Verein einen Kredit aufgenommen. „Wir haben bewusst so wenig verkauft, um neue Mitglieder aufnehmen zu können“, sagt der Vereinspräsident. Aktuell zählt der HTHC als „größter Verein des Frankfurter Westens“ 540 Mitglieder. Der überwiegende Teil seien Kinder und Jugendliche.

Die Stadt steuert etwa 700.000 Euro zum Bau des Hockeyplatzes bei. Das Land beteiligt sich mit 200.000 Euro. Sportdezernent Markus Frank (CDU), der beim Spatenstich, ebenso wie Landtagsabgeordnete Uwe Serke (CDU) dabei ist, sagt: „Es ist gigantisch, dass sich der Verein selbst auf den Weg gemacht hat“ und weiter: „So günstig bekommt die Stadt Frankfurt keine Sportanlagen“.

Serke lobt die „Leidenschaft“ und den „Willen“ der Vereinsmitglieder, die dafür sorgten, dass die Stadt „um tolle Sportstätten reicher“ werde. Die marode Zwei-Feld-Tennishalle soll durch eine Halle mit vier Feldern ersetzt werden. Dazu wird eine Baracke neben dem Hockeyplatz abgerissen. „Damit öffnet sich der Blick vom Vereinsheim Richtung Süden“, sagt Hofmann. Das Vereinshaus aus dem Jahr 1917, wolle der Verein in einem nächsten Schritt renovieren.

Im kommenden Jahr, zur 120-Jahr-Feier des Vereins, sollen die neuen Hockey- und Tennisfelder eröffnet werden. Simone Rehart, die den Verkauf der Tennisfelder übernommen hat, sagt: „Wir sind sehr froh, dass der Verein diesen Schritt gegangen ist“. Bis auf eine Gegenstimme hätten bei der Mitgliederversammlung alle für den Umbau gestimmt.

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