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Klaus Franz war bis Februar 2012 Gesamtbetriebsratsvorsitzender und Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender bei Opel.

Abgaswerte

Franz fordert eindeutige Grenzwerte für Autos

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Der frühere Opel-Betriebsratschef hat beim "Zukunftskongress" der hessischen Grünen die Politik dazu aufgefordert, "klare Gesetze über Grenzwerte und Testmethoden" für Pkw vorzugeben.

Der frühere Opel-Betriebsratschef Klaus Franz hat die Politik dazu aufgefordert, „klare, eindeutige und nicht interpretierbare Gesetze und Verordnungen über Grenzwerte und Testmethoden“ für Autos vorzugeben. Beim „Zukunftskongress“ der hessischen Grünen in Frankfurt sagte Franz am Samstag: „Härtere Auflagen hätten die Industrie dazu gebracht, schneller bessere Elektroautos zu entwickeln.“

Rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zu der Grünen-Konferenz gekommen, bei der die Partei in 20 Workshops über alle Themenfelder der Landespolitik diskutierte. Damit begann sie die Arbeit an ihrem Wahlprogramm für die Landtagswahl 2018. Franz und andere externe Referenten gaben dafür Impulse.

„Was grüne Überzeugungskraft nicht gebracht hat, hat Dieselgate gebracht“, sagte der langjährige Opel-Mann Franz, der von 2000 bis 2012 an der Spitze des Konzernbetriebsrats gestanden hatte. Franz ist zwar kein Grünen-Mitglied, sympathisiert aber mit der Partei. Von 1989 bis 1993 war er ehrenamtliches Magistratsmitglied für die Grünen in Rüsselsheim. Das Umsteuern in Richtung neuer Antriebssysteme wird aus seiner Sicht ein dramatischer Umbruch für die Autoindustrie und deren Beschäftigte. Jeder dritte der 750 000 Arbeitnehmer in den deutschen Automobilfirmen sei mit der Herstellung von Motoren und Getrieben beschäftigt. „Ein Elektroantrieb besteht aus 210 Einzelteilen und ein herkömmlicher Antriebsstrang aus 1400 Einzelteilen“, erläuterte Franz den Grünen.

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Mathias Wagner, nannte unter anderem den Klimaschutzplan, die massive Förderung für Busse und Bahnen sowie „mehr Bildungs- und Chancengerechtigkeit“ als Erfolge der Grünen in der Regierung mit der CDU.

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