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Haushalt Frankfurt

Frankfurt macht Verlust

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Erstmals seit Jahren weist der Jahresabschluss des Stadtkonzerns einen Fehlbetrag aus. Zwar haben ABG, Mainova und Messe hohe Überschüsse erwirtschaftet. Doch die Kernverwaltung zieht die Stadt ins Minus.

Nach fünf Jahren mit teils sehr hohen Überschüssen hat der Stadtkonzern im vergangenen Jahr Verlust gemacht. Der von Bürgermeister und Kämmerer Uwe Becker (CDU) vorgestellte konsolidierte Gesamtabschluss für die Stadt und die 565 Gesellschaften, an denen sie direkt oder indirekt beteiligt ist, weist einen Fehlbetrag von 32,8 Millionen Euro aus. Noch im Vorjahr hatte der Stadtkonzern einen Überschuss von 319 Millionen Euro erzielt.

Negativ zu Buche schlug vor allem das riesige Defizit von knapp 200 Millionen Euro, das die Kernverwaltung im Jahr 2017 machte. Dieses hatte zum größten Teil mit den gesunkenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu tun. Der städtische Immobilienkonzern ABG, die Stadtwerke Holding, die Messe-Gesellschaft und der Entsorgungsbetrieb FES konnten das hohe Minus in der Stadtverwaltung trotz vergleichsweise hoher Überschüsse nicht ausgleichen. Die Verbindlichkeiten der Konzerns sind um 302 Millionen auf mehr als 5,9 Milliarden Euro gewachsen. Das Anlagevermögen stieg um 319 Millionen Euro auf fast 22,3 Milliarden Euro.

FES und ABG rechnen mit schlechteren Ergebnissen

Die finanzielle Lage der Stadt und des Konzerns bleibe angespannt, sagte Becker. Die Kernverwaltung wird das Jahr erneut mit einem hohem Fehlbetrag abschließen. Die Stadtwerke, die FES und die ABG rechnen laut Kämmerei mit Ergebnissen, die unter denen des Vorjahres liegen.

Becker wies zudem auf die riesigen Aufgaben hin, die in Bereichen wie Wohnen, Bildung und Verkehr vor der wachsenden Stadt liegen. Noch nicht klar sei auch, dass Frankfurt, wie vom Bund versprochen, nicht länger in den Fonds deutscher Einheit einzahlen muss. Allein das belaste den Haushalt jedes Jahr um mehr als 100 Millionen Euro.

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