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Blick auf die Baustelle auf dem AfE-Gelände (vorne Mitte).

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Ernsthaft engagieren

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Soll der Kulturcampus tatsächlich Wirklichkeit werden, dann muss die Kommune für das von ihr angestrebte "Zentrum der Künste" auch Geld bereitstellen.

Das Wort von der „Jahrhundertchance“, das Elmar Fulda bei seiner Ernennung fand, ist durchaus treffend. Der neue Präsident der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst (HfMDK) bezog sich auf den geplanten Neubau seines Bildungsinstituts ab 2021. Doch „Jahrhundertchance“ – das gilt auch und noch immer für das Projekt, aus dem alten Universitätsgelände in Bockenheim insgesamt einen „Kulturcampus“ entstehen zu lassen.

Das Land Hessen engagiert sich erheblich für das Entstehen dieses Kulturcampus. 100 Millionen Euro stehen bereit für den Bau der neuen Hochschule. Viele Millionen hat das Land überdies in den Ausbau des Senckenberg- Instituts auf dem Gelände gesteckt.

Und die Stadt? Es war die frühere Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU), die den Kulturcampus als Idee aus der Taufe hob. Doch seit ihrem Rückzug vom Amt 2012 hat die Frankfurter Stadtregierung das Projekt stiefmütterlich behandelt.

Das muss sich jetzt endlich ändern. Soll der Kulturcampus tatsächlich Wirklichkeit werden, dann muss die Kommune für das von ihr angestrebte „Zentrum der Künste“ auch Geld bereitstellen. Sie muss sich endlich ernsthaft – und nicht nur halbherzig verbal – für dieses Vorhaben engagieren.

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