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Mit einer Petition setzen sich Stadtelternbeirat und Stadtschülerrat für saubere Schultoiletten ein.

Frankfurt

Elternbeirat überreicht Petition für saubere Schulklos

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Stadtelternbeirat und Stadtschülerrat überreichen dem Baudezernenten Jan Schneider (CDU) eine Petition, in der sie saubere Schultoiletten in Frankfurt fordern.

Ein Mindestmaß an Sauberkeit – das fordern der Stadtelternbeirat und der Stadtschülerrat Frankfurt in ihrer im Dezember gestarteten Petition für die Schultoiletten in Frankfurt. Diese wurde am Montagnachmittag mit fast 6000 Unterschriften Baudezernent Jan Schneider (CDU) überreicht. Die Zustände seien teilweise so schlimm, dass manche Kinder sich bewusst den Toilettengang in der Schule verkniffen, heißt es in der Petition. Neben der symbolischen Übergabe können die Unterzeichner bereits erste Erfolge verbuchen.

Das Bündnis fordert, dass die Reinigungsintensität individuell an die Schulen angepasst werden kann. Dies wurde bereits seit dem Ende eines Pilotprojekts 2015 von der Stadt versprochen und ist nun dank der Petition umgesetzt worden. Schulen, deren Reinigungsverträge bald neu ausgeschrieben werden, haben die Wahl zwischen neun Modulen und können über eine Präsenzkraft oder eine mehrmals täglich stattfindende Reinigung entscheiden.

Präsenzkraft soll Vandalismus vorbeugen

Eine Präsenzkraft, so heißt es in der Petition, kann Vandalismus vorbeugen und die Situation in den Toiletten nachhaltig verbessern. Eine einmalige Reinigung am Tag sei bei einem Ganztagsbetrieb in den Schulen schlicht zu wenig. Entscheidend für die Auswahl sind daher vor allem die Gebäudegröße und die Dauer des Schulbetriebs. 

Im Haushalt stehen nun für die Maßnahmen bis 2021 Mittel in Höhe von insgesamt fünf Millionen Euro pro Jahr bereit. Ausreichen werde dies wahrscheinlich nicht, so Schneider. 
Ein weiterer Erfolg im Zuge der Petition war die Gründung der sogenannten „Task Force Schultoiletten“. Dieser Arbeitskreis, der am vergangenen Freitag seine Arbeit aufgenommen hat, besteht aus Vertretern des Amtes für Bau und Immobilien, des Gesundheitsamtes, des Stadtschulamtes und des Stadtschülerrats. Geplant sind vier Projektphasen, die über eine Bestandsaufnahme an den Schulen bis hin zu einem konkreten Maßnahmenkatalog reichen sollen. So werden auch die Schulen überprüft, deren Reinigungsverträge noch laufen. 

Der Arbeitskreis soll außerdem einen einheitlichen Fragebogen für alle Schulen entwickeln, in welchem bauliche und hygienische Mängel aufgelistet werden können. Dieser Fragebogen, der sich an Schulleitungen und Schülervertretungen wendet, soll anschließend gemeinsam mit der Begutachtung der „Task Force“ als Grundlage für Maßnahmen dienen. 

Stadtschulsprecher Kevin Saukel betont, dass die Einbeziehung der Schülerschaft bei der Gestaltung der Toiletten ebenfalls wirksam im Kampf gegen Vandalismus sei. Für die Zukunft sei es auch entscheidend, Standards beim Bau von Schulen zu setzen, damit Probleme auch vermieden werden können, sagt Dezernent Schneider. 

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