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Der erstplatzierte Mo Boughroum (rechts) mit seiner Mentorin, der Frankfurter Rechtsanwältin und Notarin Elif Burcu-Karakoc. Foto: Kubi

Ostend

Ehre für Migranten in der Wirtschaft

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Der Verein für Kultur und Bildung ehrt Unternehmer mit Migrationshintergrund. Die erhalten zwar kein Preisgeld, freuen sich aber über Wertschätzung un Austausch.

Der Vielfalt, von der diese Stadt lebt, wird auch in Zukunft eine noch größere Bedeutung zukommen“, eröffnet am Dienstag Abend Stadtrat Markus Frank (CDU), Dezernent für Wirtschaft, Sport, Sicherheit und Feuerwehr die diesjährige Preisverleihung des Projektes „Migrantenunternehmen und Vielfalt“ (MUV).

Durchgeführt wird das Projekt vom seit mehr als 25 Jahren bestehenden Verein für Kultur und Bildung (KUBI). Dessen Ziel es ist, die schulischen und beruflichen Integrationschancen von Migranten zu fördern. „Kleine und Mittelständische Unternehmen der Migrantenökonomie tragen entscheidend zum wirtschaftlichen Erfolg unserer Stadt bei“, erzählt Arif Arslaner, der Geschäftsführer des Vereins. Daher sollen mit dem Projekt besagte Unternehmen unterstützt werden.

Insgesamt zwölf Teilnehmer, allesamt Gründer oder Eigentümer eines mittelständischen Migrantenunternehmens, haben an dem Projekt teilgenommen. Es sind Handwerksbetriebe dabei, eine Frauenarztpraxis, ein Fitnessstudio. Während der 18-monatigen Laufzeit wurde jedem der Teilnehmer nicht nur ein persönlicher Mentor zur Seite gestellt. Die Unternehmer haben auch eine breite Palette an Workshops besuchen können zu Themen wie Personalentwicklung, Steuerrecht oder Zeitmanagement.

Auch wenn die Preisverleihung eher symbolischen Charakter hat und mit keinem Preisgeld verknüpft ist, freut sich Mohamed Boughroum (41) dennoch über den ersten Preis.

„Es geht eher darum, dass deine Arbeit und dein Interesse geehrt werden“, sagt der Betreiber des Fitnessstudios MOFIT und eines Security-Unternehmens in Eschborn. Denn auch wenn er schon seit bald zehn Jahren sein Fitnessstudio betreut, habe er durch die Teilnahme an dem Projekt dennoch profitieren können.

„Egal, wie lange du schon Unternehmer bist, hier hast du durch die vielen Workshops trotzdem noch eine Menge lernen können“, findet Boughroum rückblickend.

Durch den Kontakt zu den anderen Teilnehmern und Mentoren des Projektes habe er zudem gemerkt, „dass man mit dem einen oder anderem Problem manchmal auch einfach nicht alleine dasteht“.

Abschließend hebt er noch hervor, dass bei dem Projekt nicht nur passiv gelernt wurde, „sondern ebenfalls eigene Erfahrungen ganz aktiv unter den Teilnehmern weitergeben und sich gegenseitig geholfen wurde“.

Das bundesweite Modellprojekt, welches durch das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales unterstützt wird, wird auch im kommenden Jahr wieder stattfinden. Der Schwerpunkt 2019 wird allerdings auf Offenbach und Hanau liegen.

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