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Zwei von den Dreien bei der Arbeit: Ahmed Ibrahim Dashti (li.) und Tesfay Gebrenedhin.

Ausbildungsprojekt für Geflüchtete

Die drei von der FES

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Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) und der Geschäftsführer der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH ziehen nach drei Monaten eine erste positive Bilanz.

Vor der Ausfahrt des Müllheizkraftwerks in der Nordweststadt ist es am Montagmorgen kalt und windig. Auf dem Bürgersteig warten unter anderem Conrad Skerutsch vom „Frankfurter Arbeitsmarktprogramm“ und Benjamin Scheffler, der Geschäftsführer der Frankfurter Entsorgungs- und Service GmbH (FES). Zusammen mit der Industrie- und Handelskammer haben Scheffler und Skerutsch eine „Ausbildung light“ für benachteiligte Jugendliche bei der FES entwickelt.

Die Männer, die im Cockpit eng an eng gedrängt mit einem FES-„Ausbildungsfahrzeug“ vorfahren, sind schon etwas älter: Neben Ausbildungsleiter Matthias Geis am Steuer des großen Müllwagens sitzen Ahmed Ibrahim Dashti, Ali Arkawazi und Tesfay Gebrenedhin. Sie stammen aus dem Irak und aus Eritrea, sind 38, 35 und 25 Jahre alt und haben zusammen sechs Kinder, die sie ernähren wollen.

Vor drei Monaten haben sie bei der FES ein Praktikum begonnen, erfolgreich abgeschlossen und jetzt einen zunächst befristeten Arbeitsvertrag unterschrieben. Drei weitere Männer haben mit der Ausbildung Mitte September angefangen. Alle sechs sollen Mitte 2019 in ein reguläres Arbeitsverhältnis als Müllwagenfahrer einsteigen. „Wir suchen Fahrer“, beteuert Scheffler. Die Konkurrenz bei den Arbeitgebern rund um den Frankfurter Flughafen mit den vielen Logistik-Unternehmen ist groß. Die FES tut sich seit Jahren schwer, geeignetes Personal zu finden. Die Nachwuchssorgen sind erheblich: „Wir konnten nicht alle Ausbildungsplätze besetzen“, sagt Scheffler.

Ebenso wie Scheffler und Skerutsch, der das Pilotprojekt weiter begleiten und unterstützen wird, ist Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) überzeugt, dass wie bei diesem Projekt „passgenau“ geschaut werden sollte, welcher Geflüchtete sich für welche Tätigkeiten und Berufsbilder eignet. Wo es Defizite gibt, die behoben werden müssen – etwa bei der Qualifikation, vor allem aber immer wieder bei der Sprache.

Großen Respekt zollte Birkenfeld den drei „Azubis“ dafür, dass sie die Arbeitssicherheitsunterweisung erfolgreich absolviert haben. Das sei „schwieriger als für uns die Führerscheinprüfung“ zu bestehen. Zweifel hegt Birkenfeld gegenüber den Meldungen, wonach ein großer Teil der Geflüchteten bereits in Arbeit sei. Von den 7500 Asylbewerberinnen und -bewerbern, die Frankfurt durch das Land seit 2014 zugewiesen wurden, würden noch knapp 5000 in den städtischen Unterkünften leben. Weniger als 250 von ihnen verdienten so viel, dass sie sich an den Kosten der Unterbringung beteiligen könnten.

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