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Bislang sind viele Schüler bei ihrer Nachmittagsbeschäftigung auf sich alleine gestellt.

Harheim

Betreuungsplätze werden knapp

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CDU im Ortsbeirat fordert neue Räume für die Erweiterte Schulische Betreuung an der Harheimer Grundschule.

Wer seine Kinder in Harheim nachmittags nach der Schule betreuen lassen möchte, hat es schwer. Die Zahl der Plätze reicht nicht aus. Durch die Neubaugebiete und die Flüchtlingsunterkunft, die im Januar an den Start geht, wird sich die Situation verschärfen. Die CDU im Ortsbeirat 14 möchte daher neue Räume für die Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) an der Harheimer Grundschule schaffen. Über die Vorlage berät das Gremium in seiner Sitzung am Montag.

„Derzeit werden in der Harheimer ESB 70 Kinder in zwei Räumen betreut“, sagt der CDU-Fraktionsvorsitzende Stefan Quirin. „Wie soll da eine qualifizierte Betreuung stattfinden?“ Für die ESB-Leiterin gebe es kein Büro, „sie hat nicht einmal einen Schreibtisch“. Die CDU fordert, dass die Stadtverordnetenversammlung Geld für die Planung eines ESB-Neubaus in den Haushalt 2019 einstellt.

Nach Ansicht der Christdemokraten müsste dafür ein maroder Bau auf dem Schulgelände In den Schafgärten weichen, sagt Quirin. In diesem seien derzeit Toiletten, ein Lager und ein Aufenthaltsraum für den Hausmeister untergebracht. Reiße die Stadt das Gebäude ab und stelle stattdessen ein zweigeschossiges Haus auf, könnte dort Platz für weitere zwei bis drei Räume für die Betreuung entstehen.

Bis das Projekt realisiert werde, sei eine Zwischenlösung nötig. „Denkbar wären Container, oder dass die Stadt Räume anmietet“, so Quirin. Durch die Neubaugebiete kämen immer mehr Menschen in den nördlichen Stadtteil, „die meisten davon sind Familien“, sagt der CDU-Chef im Ortsbeirat. Zusätzlich sei mit Kindern zu rechnen, die im Januar in die neue Flüchtlingsunterkunft zögen. Vorerst seien diese durch das Rote Kreuz versorgt, sagt die Kinderbeauftragte Heidi Sehl. Es sei aber erstrebenswert, wenn auch diese Kinder langfristig in Harheim betreut würden, „der Integration wegen“.

Sehl hat für das kommende Schuljahr in Harheim eine Lücke von 27 Betreuungsplätzen berechnet. Sie begrüßt den Vorschlag der CDU. Da die Grundschule im kommenden Schuljahr in allen Jahrgängen jeweils drei Klassen haben werde, benötige sie die Klassenräume, die derzeit von der ESB genutzt werden.

Die Stadt ist sich des Problems bewusst. Derzeit werde der konkrete Bedarf ermittelt, sagt Jasmin Misev vom Bildungsdezernat. „Wir prüfen, was wir kurzfristig und perspektivisch machen müssen.“ Es werde geschaut, ob Hort- oder ESB-Plätze benötigt werden. Auch, ob vorhandene Einrichtungen aufgestockt oder Leerstand  genutzt werden könnte.

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