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Die Ostzeile auf dem Römerberg, von 1981 bis 1984 erbaut, ist in die Jahre gekommen. Sie muss deshalb technisch erneuert werden.

Frankfurt-Altstadt

Bauarbeiten auf dem Römerberg

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Wer auf dem Römerberg vor einer Gaststätte essen und trinken will, wird im Sommer nicht unbedingt das Glück haben, einen Platz zu finden. Die Ostzeile wird von Februar bis November technisch erneuert. Die Außengastronomie muss wegen der Bauarbeiten eingeschränkt werden.

Sie sitzen gerne vor den Häusern der Römerberg-Ostzeile in der Sonne, die Touristen aus Fernost oder aus den Vereinigten Staaten. In diesem Jahr allerdings wird das Sonnenbad an den Tischen der Außengastronomie immer wieder ganz schön eingeschränkt sein.

Denn die Ostzeile ist in die Jahre gekommen und muss technisch erneuert werden. 1981 bis 1984 war sie errichtet worden – die Fachwerkhäuser wurden nach den historischen Vorbildern rekonstruiert.

Das war seinerzeit heftig umstritten – Kritiker rügten die „Zuckerbäckerarchitektur“. Die CDU-Stadtregierung von damals aber schmückte sich mit den Bauten – der seinerzeitige Oberbürgermeister Walter Wallmann (CDU) erschien gar im Zimmermannsanzug, um sie einzuweihen. Die Diskussion von damals erinnert durchaus an die Debatte der jüngsten Jahre um die Rekonstruktion der Altstadt bis zum Dom hin.

Neue Blitzschutzanlage

Jetzt soll die Ostzeile unter anderem eine neue Blitzschutzanlage, eine neue Erdung mitsamt neuem Grundkanal erhalten. Um diesen sogenannten „Ringerder“ zu verlegen, muss der Boden vor den Häusern aufgebuddelt werden.

Danach rücken die Pflasterer an, um den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen. Die Arbeiten dauern von Februar bis November und sind in 13 Bauabschnitte aufgeteilt – damit jeweils die Flucht- und Rettungswege für die Gebäude und die Außengastronomie davor gewährleistet sind.

Die von den Touristen frequentierten Läden und Kneipen in den Fachwerkhäusern bleiben trotz der Bauarbeiten geöffnet. Die Arbeiter rücken zuerst vor den Gebäuden Römerberg 18-24 und Römerberg 6 an. Die Buddelei soll sich dann hinüber bis zum Fachwerkhaus „Schwarzer Stern“ mit seiner Gastronomie neben der Nikolaikirche ziehen.

Dieser östliche Teil des Römerbergs wird auch Samstagsberg genannt. Möglicherweise, weil schon zur Zeit der Karolinger auf diesem Platz jeden Samstag unter freiem Himmel Gericht gehalten wurde. Damals verfügte der Samstagsberg sogar über einen eigenen Brunnen.

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