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So schmeckte es beim ersten Grüne-Soße-Tag: 30 000 Kinder aßen in der ganzen Stadt mit.

Grüne-Soße-Tag

Alles für den Grie-Soß-Rekord

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Sechs Monate bis zum Grüne-Soße-Tag im Juni – jetzt werden Kräfte, bald Kräuter gebündelt. 231.775 Portionen gilt es zu verspeisen.

Da kann man nachfragen, so oft man will: 231.775 – die Zahl wird nicht weniger. So viele Portionen Grüne Soße müssen am 6. Juni in Frankfurt verzehrt werden. Dann ist das offiziell. Dann ist das Weltrekord. 

Es ist zwar noch lang hin bis zum zweiten sogenannten Grüne-Soße-Tag im Juni. Und es ist ja auch noch kein Kraut gewachsen. Aber hinter den Kulissen läuft die Maschinerie längst – und nicht nur dort. Im Palmengarten trafen sich viele der treusten Freunde der Siebenkräuterspeise zum zweiten „Grünen Montag“. Es handelt sich um Motivationsabende, um auch den letzten Menschen (und seinen Hund) auf die Wichtigkeit des Unterfangens aufmerksam zu machen. 

Ganz vorn dabei sind stets die Schirmdame und der Schirmherr des Grüne-Soße-Tages. Schirmdame Rosemarie Heilig (Grüne), die Umweltdezernentin, stellte eine steile These auf: „Schon in der Altsteinzeit haben die Menschen Kräuter gesammelt, auch die alten Griechen haben sich damit beschäftigt“, berichtete sie, und weiter: „Es würde mich nicht wundern, wenn das Orakel von Delphi mit den sieben Kräutern gearbeitet hätte.“ So gesehen: „Das Orakel von Delphi ist daran schuld, dass wir die Grüne Soße lieben!“ Verblüffter, dann euphorischer Applaus. Die Stadträtin kämpferisch: „Wir wollen den Weltrekord holen. Wir müssen!“

Schirmherr Markus Frank (CDU), der Wirtschaftsdezernent, geht davon aus, dass der Grüne-Soße-Tag wieder „eine richtig tolle Story“ wird. Er ist sicher: „Man kann sich alles Mögliche überlegen, aber Frankfurt braucht keine Marketingkampagne – wenn wir alle zusammenhalten, können wir alles schaffen.“ Frank blickte zurück auf den erschütternden Moment, in dem der Fachmann vom Rekord-Institut die notwendige Zahl für den ersten Weltrekordversuch 2017 nannte. „Wir konnten ja nicht sagen: Der hat sie nicht alle“, erklärte er. „Wir haben es durchgezogen.“ Und immerhin 103.711 Soßen an die Hungrigen gebracht. Diese Erfahrung macht ihn zuversichtlich: „Wir schaffen es.“ 

Sollte jetzt der Eindruck entstanden sein, der Grüne-Soße-Tag sei eine reine Rekordhatz: aber nein. Es geht vor allem darum, das Leibgericht zu feiern und natürlich auch die Stadt. Die großen Einkaufszentren werden dabei sein, die Deutsche Börse stellt eine Tafel für die Hungrigen auf den Börsenplatz, Bäppi La Belle wird auf dem Römerberg moderieren, Roy Hammer singen („Eine Grüne Soße ist wie ein neues Leben“), auf dem Roßmarkt wird es an 20 internationalen Ständen die „Grüne Soße der Kulturen“ geben. Die Hälfte des Erlöses wird der Kampagne #cleanffm helfen, die Stadt sauberzuhalten: Kitas etwa sollen spezielle Frankfurt-Mülltonnen bekommen. Weitere saubere Ideen sind erwünscht, ebenso gute Einfälle für eine geplante Sportler-Meile. 

Und wer ist hier eigentlich der Boss? Organisatorin Maja Wolff hält gemeinsam mit Torsten Müller die Fäden in der Hand. Begeistert erzählte sie den Multiplikatoren von einem geplanten „Green Dinner“ am Mainufer, 100 Meter lang: „Firmen können sich da noch einmieten.“ Aber das Wichtigste: „Der Grüne-Soße-Tag ist für alle da.“ 

Grüner-Montag-Gastgeberin und Palmengartendirektorin Katja Heubach gab sich anschließend „beeindruckt von der Power, die dahintersteckt“. Markus Frank nannte Wolff und Müller „die Grüne-Soße-Verrückten – aber das ist ja nix Verkehrtes in dieser Stadt“. Vor dem Weltrekord-Tag organisieren die beiden Verrückten übrigens noch das Grüne-Soße-Festival (11. bis 18. Mai). 

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