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Die Aids-Bärchen haben für manche schon Kultcharakter.

Frankfurt

Kostenlose Aids-Tests im Gesundheitsamt

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Rote Schleifen, Aids-Bärchen, viele Informationen und anonyme Schnelltests: Am Welt-Aids-Tag in Frankfurt geht nicht nur um das Gedenken an die Opfer – es geht auch um die Zukunft.

Rote Schleifen für Frankfurt“ lautet das Motto auch in diesem Jahr, wenn Hunderte Schülerinnen und Schüler durch die Innenstadt ziehen, die kleinen Schleifen verteilen und Spenden für die Aids-Hilfe sammeln. Rund 6000 Euro kommen so Jahr für Jahr zusammen – Geld, das die Aids-Hilfe gut gebrauchen kann. Der Verein ist auf Spenden angewiesen. Treffpunkt für die Aktion ist die Jugendkulturkirche Sankt Peter in der Stephanstraße 6, die ab 10 Uhr die Tore öffnet. Dort sind alle willkommen, die kurzentschlossen beim Sammeln helfen wollen. Bitte den Personalausweis mitbringen. Gegen 17 Uhr ist die Aktion beendet.

Die Aids-Bärchen haben für manche schon Kultcharakter. In jedem Jahr sehen sie anders aus. In diesem Jahr kommt das knuffige Stofftier besonders sympathisch daher. Zum 30. Bestehen der Frankfurter Aids-Hilfe ist es sichtbar ergraut und hat sich mit einer royalblauen Weste feingemacht. Sitzend misst der Soli-Bär, der nicht wasserscheu ist, bei 30 Grad gewaschen werden kann und für 6,50 Euro zu haben ist, um die zwölf Zentimeter. Am Dienstag wird er von 10 bis 17 Uhr an dem Infostand an der Konstabler- wache verkauft. Internetbestellungen: www.frankfurt-aidshilfe.

Das Stadtgesundheitsamt informiert gemeinsam mit dem Caritasverband, der Aids-Hilfe, der Stiftung Waldmühle und dem Franziskushaus von 11 bis 18.30 Uhr über HIV und Aids in der
B-Ebene der Hauptwache. Im Gesundheitsamt, Breite Gasse 28, werden in der Aids-Beratungsstelle im 2. Stock kostenlose Aids-Tests angeboten. Nach Angaben des Gesundheitsamtes leben in Deutschland 83 400 Männer und Frauen mit HIV und Aids. Geschätzte 13 200 Menschen wüssten nichts von ihrer Infektion. In Frankfurt wurden im vergangenen Jahr 103 Neuinfektionen registriert.

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Anonyme Schnelltests bietet die Aids-Aufklärung in der Woche 30. November bis 4. Dezember in ihren Geschäftsräumen, Große Seestraße 31, an und zwar Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 17 und am Donnerstag von 12 bis 19 Uhr. Gesucht wird nach HIV, Hepatitis B und C und Syphilis.

In der Paulskirche wird es ab 18 Uhr eine Podiumsdiskussion geben. Der Titel „Bleiben“ signalisiert, dass es nicht nur um das Gedenken an die Opfer der Immunschwächekrankheit geht, sondern auch um die Gestaltung der Zukunft. Auf dem Podium sitzen unter anderem Stadtrat Stefan Majer (Grüne) als Mitbegründer der Aids-Hilfe Frankfurt, der Jazzmusiker und Künstler Thorsten Larbig, der als HIV-Infizierter der ersten Stunde überlebt hat, und Marcel Dams, ein junger Mann, der im Alter von 20 Jahren mit einem positiven Testergebnis konfrontiert wurde. Im Anschluss an die etwa zweistündige Veranstaltung ist ein Trauermarsch zum Aids-Memorial an der Peterskirche vorgesehen.

Auch beim Ökumenischen Gottesdienst am Vorabend des Welt-Aids-Tags stehen die Opfer im Mittelpunkt. Es werden Kerzen zum Gedenken an die Verstorbenen angezündet. Der Gottesdienst am Montag, 30. November, beginnt um 18 Uhr in der Heiliggeistkirche (Dominikanerkloster), Börneplatz/Dominikanergasse.

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