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Frankfurt-Kalbach/Riedberg

Buslinie 29 in der Kritik

  • Denis Hubert
    VonDenis Hubert
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Das Stadtteilgremium sieht Nachholbedarf. Ein Ortstermin ist geplant. Zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember sollen fünf zusätzliche Haltestellen angesteuert werden.

Dass die Buslinie 29 ihren Betrieb auf dem Riedberg ausweitet und künftig den Westflügel bedient, ruft im Ortsbeirat 12 Bedenken hervor. Es sei zwar ein Vorteil für die Bewohner, sagt Stefan Müller (CDU). Aber: „Kalbach wird dadurch abgehängt.“ In die gleiche Kerbe schlägt Matthias Jakob: Die Fahrtzeit von Alt-Kalbach bis ins Nordwestzentrum verlängere sich nochmals, moniert der SPD-Politiker. Die Strecke werde dadurch unattraktiver.

Vorgesehen ist, dass der 29er Bus zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember fünf zusätzliche Haltestellen ansteuert – darunter vier im Westflügel, dem siebten und letzten Quartier (die FR berichtete). Eine fünfte Station mit dem Namen „Uni-Campus-Riedberg“ soll auf Höhe der Robert-Koch-Allee entstehen, um die Umsteigezeiten vom Bus auf die U-Bahnlinien U 8 und U 9 zu verkürzen. Der bisherige Stopp „Uni-Campus-Riedberg“ an der Riedbergallee/Ecke Altenhöferallee soll dann „Riedbergzentrum“ heißen. Das geht aus den Plänen hervor, die Christian Wagner von der Nahverkehrsgesellschaft Traffiq am Freitagabend erläutert hat.

Das Stadtteilgremium wünscht sich dagegen, dass die Linie 29 direkt vor dem Riedbergplatz hält. Fahrgäste könnten das Zentrum so schneller erreichen. Während eines Ortstermins mit Traffiq und der Straßenverkehrsbehörde soll der Vorschlag geprüft werden. Die Schleife durch den Westflügel hat zur Folge, dass der 29er Bus künftig etwa fünf Minuten länger braucht, um über den Riedberg zu fahren. Und das, obwohl der bisherige Stopp „Annette-Kolb-Weg“ auf der Altenhöferallee entfällt. Der Ortsbeirat kritisiert den Wegfall der Haltestelle: Für Schüler des Gymnasiums und Bewohner der anliegenden Seniorenanlage sei das ein Verlust.

Wagner gesteht zwar ein, dass die neue Struktur auch Nachteile habe. Der Traffiq-Mitarbeiter betont aber, dass der Fußweg zur nächsten Bushaltestelle vorschriftsgemäß nicht länger als 400 Meter sei. Darüber hinaus werde es ein Ersatz-Angebot geben: Zu Schülerverkehrszeiten solle der 28er Bus seinen Betrieb bis zur U-Bahnstation Riedberg ausweiten – und dabei auch am Annette-Kolb-Weg halten. Geplant sind je drei Fahrten am Morgen und am Nachmittag. Die genauen Zeiten sollen mit den Schulen abgestimmt werden.

Die Alternative kann die Ortspolitiker nicht überzeugen: „Der 28er Bus ist keine Lösung, denn er fährt zu ungünstigen Zeiten“, sagt Grünen-Chef Wolfgang Diel und spricht von „gravierenden Nachteilen“. Bettina Keiling (SPD) betont, dass dem Gremium eine Buslinie zur Ring-Erschließung des Riedbergs versprochen worden sei. Laut Traffiq ist das aber zu teuer. Die jetzige Lösung koste jedes Jahr 205 000 Euro mehr. Eine zweite Buslinie auf dem Riedberg einzurichten, brächte dagegen Mehrkosten in Höhe von 706 000 Euro mit sich.

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