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Damit wieder mehr Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, braucht es laut UAS-Professor Marco Sunder bessere Konzepte. Foto: Christoph Boeckheler
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Damit wieder mehr Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, braucht es laut UAS-Professor Marco Sunder bessere Konzepte.

Mobilität

Bus und Bahn verlieren weiter

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Eine Frankfurter Studie sieht einen weiteren Rückgang der ÖPNV-Nutzung auch nach Corona. Um das zu ändern, brauche es bessere Konzepte.

Während der Corona-Krise hat das Fahrrad an Bedeutung gewonnen, die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel ging zurück. Nach der Corona-Krise wird sich diese Entwicklung fortsetzen. Das geht aus einer Studie der University of Applied Sciences in Frankfurt hervor.

Das „Research Lab for Urban Transport“ der Fachhochschule hat Bürgerinnen und Bürger aus ganz Deutschland befragt, zunächst 2020 und nun in einer weiteren Studie in diesem Jahr. Titel: „Mobilität während und nach der Corona-Krise“. Etwa 1500 Menschen nahmen teil.

Im Ergebnis wollen die Befragten nach Corona mehrheitlich Bus und Bahn seltener nutzen, dafür mehr Fahrrad fahren und etwas weniger in der Stadt bummeln und einkaufen. Sie wollen deutlich mehr im Homeoffice arbeiten, weniger Dienstreisen machen, dafür häufiger in den Urlaub ins Ausland fliegen. Online-Meetings wollen sie seltener privat, dafür häufiger beruflich nutzen. Ihre Freizeit wollen sie häufiger mit Freunden und Freundinnen verbringen. Veranstaltungen wollen sie in etwa gleich oft besuchen.

Das Fahrrad ist gefragt

Die öffentlichen Verkehrsmittel wollen nur zwölf Prozent der Erwachsenen nach Corona häufiger nutzen als davor; dem gegenüber stehen 23 Prozent, die planen, dauerhaft seltener auf den ÖPNV zu setzen. Viele Befragte wünschten sich für den Fall sehr niedriger Inzidenzen im kommenden Jahr, dass weiterhin Hygiene-Vorschriften im ÖPNV gelten sollten.

Fuhren die Befragten in Großstädten vor der Corona-Krise an durchschnittlich 2,08 Tagen pro Woche mit dem öffentlichen Verkehr, so verringerte sich die Nutzung in der erneuten Befragung um knapp ein Drittel auf nur noch 1,42 Tage pro Woche. Noch deutlicher fiel der Effekt bei den Befragten auf dem Land aus, wo der Rückgang fast 60 Prozent betrug.

„Ein Aspekt dürfte dabei sein, dass nach den Lockdowns und der Homeoffice-Erfahrung viele Zeitkarten erst mal nicht wieder gekauft wurden und so der ÖPNV für gelegentliche Fahrten vergleichsweise unattraktiv erscheint“, sagte Transportökonomik-Professor Marco Sunder, der Mitautor der Studie ist. Für den ÖPNV müssten nun weitere Konzepte entwickelt werden, um Fahrgäste zurückzugewinnen, etwa eine mit regelmäßigem Homeoffice verträgliche Tarifgestaltung.

Das Fahrrad ist indes ein Krisengewinner: 31 Prozent der Befragten möchten nach der Pandemie häufiger mit dem Rad unterwegs sein; nur fünf Prozent planen, nach Corona seltener mit dem Fahrrad zu fahren.

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