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Hauke Hummel, Heide Kastner und Benno Kilb (von links) bereiten die Ausstellung vor.

Frankfurt-Nied

Buntes Leben im Stadtteil

Der Vereinsring in Nied feiert sein 60jähriges Bestehen mit einer Ausstellung im Heimatmuseum. Insgesamt stellen sich dort 24 Nieder Vereine mit Fotos und Schautafeln vor.

Von Ferdinand Sander

Bürger wollen Mitspracherecht. Das war auch in den 50er Jahren nicht anders. Als ein Bürgerhaus in Nied gebaut werden sollte, schlossen sich 19 Vereine zusammen, um ihrem Wort mehr Gewicht zu verleihen. Dabei waren zum Beispiel die Sportgemeinschaft Nied von 1877, der Kleintierzuchtverein von 1905 und der Anglerverein von 1920. Seither sind 60 Jahre vergangen. Den runden Geburtstag feiert der Vereinsring nun mit einer Ausstellung im Heimatmuseum Nied. Am Samstag wird sie eröffnet.

Noch ist Werkzeug auf den Tischen verstreut. Neben Wasserwaage und Schere, liegen Zollstock, Schnüre und Reißzwecken. „Dienstag haben wir mit dem Aufbau losgelegt“, sagt Hauke Hummel. Er ist zweiter Vorsitzender des Vereinsrings und kümmert sich um die Ausstellung. Die Exponate sind noch nicht alle an Ort und Stelle.

Dabei sind Pokale der Sportgemeinschaft Nied genauso wie bunte Kostüme des Nieder Carneval-Clubs. Insgesamt stellen sich 24 Nieder Vereine mit Fotos und Schautafeln vor. „Wir wollen zeigen, wie bunt die Vereinslandschaft ist“, sagt Hummel. Außerdem wolle man den Vereinen auch die Möglichkeit geben, neue Mitglieder zu werben. Dazu liegen neben Broschüren auch einige Mitgliedsanträge bereit.

Damit nicht nur das Auge angesprochen wird, hat der Schachclub „König“ Nied ein Spielbrett aufgestellt und die Stadtmission Frankfurt-Nied ein Memory bereitgelegt. Der Förderverein der Panoramaschule stellt daneben bunte Kästchen aus, die auf Knopfdruck zuvor aufgenommene Sätze abspielen. Sie sind mit Ziffern und Piktogrammen versehen und ermöglichen es Kindern, die nicht sprechen können, miteinander zu kommunizieren.

Man wolle auch noch eine digitale Bilderschau zeigen, sagt Hummel. Zudem seien Filmvorführungen und Vorträge geplant, die Termine stünden aber noch nicht fest. Erhältlich ist dagegen schon die Festschrift zum runden Geburtstag des Vereinsrings. Sie liegt kostenlos in fast allen Nieder Geschäften aus.

Pakistanischer Kulturverein neues Mitglied

Der Vereinsring vernetzt seine Mitglieder untereinander und vertritt sie gegenüber der Stadt. Man habe im vergangenen Jahr etwa erreicht, dass die Mieten für den Saalbau in Nied nicht so drastisch steigen, wie vorgesehen, sagt Hummel.

Im Saalbau spielt nicht nur der Schachclub, dort tanzt zum Beispiel auch der Nieder Carneval-Club. „Zwölf der Gründervereine sind noch immer aktiv“, sagt Hummel. Bis 1988 war der Ring nur eine lose Gruppierung, dann gab er sich eine Satzung. 1998 wurde er selbst als Verein ins Register der Stadt eingetragen. Sein jüngstes Mitglied ist der pakistanische Kulturverein Pak Bann. Er ist erst in diesem Jahr beigetreten.

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