Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Thorsten Lieb wird in den Bundestag einziehen. renate Hoyer
+
Thorsten Lieb wird in den Bundestag einziehen. renate Hoyer

Bundestagswahl

Bundestagswahl: Zufriedene FDP in Frankfurt

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
    schließen

Die Liberalen gewinnen erstmals Wahlbezirke in Frankfurt und blicken nun auf Koalitionsoptionen im Bund.

Die Frankfurt-Karte hat zwischen roten, grünen und schwarzen Flecken auch ein paar gelbe. Denn in einigen Wahlbezirken ist die FDP die Siegerin, hat die meisten Stimmen dort geholt. „Das gab es noch nie“, sagt FDP-Stadtverordneter Stefan von Wangenheim am Sonntagabend im Römer. „Donnerwetter.“ Überhaupt ist es ein guter Tag für die Liberalen. Das Frankfurt-Ergebnis zweistellig, das im Bund ebenfalls. „Und an der FDP führt eigentlich kein Weg in einer Regierung vorbei“, sagt Wangenheim. „Außer bei einer Großen Koalition.“

Die Stimmung bei den Frankfurter Liberalen ist dementsprechend gut. „Sehr erfreulich“, nennt Parteichef Thorsten Lieb die Ergebnisse. Er ist auch Direktkandidat im Wahlkreis 183. Den hat er zwar nicht gewonnen, aber in den Bundestag wird er trotzdem einziehen. Er steht auf Platz 2 der Landesliste und kommt darüber in den Bundestag. Aber auch sein Ergebnis im Wahlkreis ist zweistellig. „Wir haben vorher gesagt, dass das ganz großes Kino wäre“, sagt Lieb. Denn ein zweistelliges Ergebnis hat es vorher für die Liberalen bei einer Direktwahl auch noch nicht in Frankfurt gegeben.

Zweistellig ist auch das Ergebnis von Frank Maiwald, dem Direktkandidaten aus dem Wahlkreis 182. „Es gibt den Trend, dass sich Erst- und Zweitstimmen annähern“, sagt er. Dass eben Wählerinnen und Wähler nicht mehr nur die Erststimmen an CDU und SPD geben. „Früher oder später sehe ich die Chance, dass wir auch ein Direktmandat holen“, sagt Maiwald. Dass die FDP in Frankfurt im Vergleich zur Wahl vor vier Jahren zugelegt hat, führt Lieb auf die Arbeit der vergangenen zehn bis 15 Jahre zurück. Habe man damals noch eher durchschnittliche Ergebnisse erzielt, „liegen wir nun in der Spitzengruppe in Hessen“. Frankfurt sei zu einer „FDP-Hochburg geworden“. Allerdings gebe es immer noch einen stark landespolitischen Fokus. Die FDP holte in Frankfurt bei der Bundestagswahl nun fast doppelt so viele Stimmen wie bei der Kommunalwahl im März. „Ich wünschte schon auch, wir wären kommunalpolitisch so stark“, sagt Lieb. Als im Fernsehen die Koalitionsoptionen aufgezeigt wurden, „da gab es großen Jubel bei uns auf der Wahlparty“, sagt Maiwald. „Denn Rot-Rot-Grün ist verhindert und so wie es aussieht, kommt es auf die FDP an.“ In einer Jamaika- oder einer Ampel-Koalition. Während etwa Wangenheim lieber noch nicht über Koalitionen sprechen will, legt sich Lieb schon fest: Er bevorzugt eine Jamaika-Koalition.

Thorsten Lieb wird in den Bundestag einziehen. renate Hoyer

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare