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Die Wahlunterlagen für die Bundestagswahl werden in Frankfurt ab dem 18. August verschickt.

Bundestagswahl in Frankfurt

Briefwahl startet ab dem 18. August

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Rund 422.000 Personen dürfen in Frankfurt bei der Bundestagswahl ihre Stimme abgeben. Dafür stehen 376 Wahllokale mit rund 4000 Helfern bereit - ein immenser logistischer Aufwand.

Bald ist es so weit: Am 18. August beginnt die Stadt damit, die Benachrichtigungen für die Bundestagswahl am 24. September zu verschicken. Wer bis zum 3. September noch keine Post vom Wahlamt in seinem Briefkasten gefunden hat, sollte sich Gedanken machen. Für solche Fälle (und alle anderen Fragen zur Bundestagswahl) empfiehlt sich die Hotline der Stadt: Telefon 069/212 40 400. Wer daraufhin Einblick in das offizielle Wählerverzeichnis nehmen will, hat dazu vom 4. bis 8. September Gelegenheit, im Wahlamt, Zeil 3, Eingang Lange Straße. Wer nicht im Wählerverzeichnis steht, darf seine Stimme auch nicht abgeben.

Die Stadt wächst kontinuierlich und mit ihr die Zahl der Wahlberechtigten. Etwa 422.000 Personen werden ihre Stimme abgeben dürfen; bei der Bundestagswahl 2013 waren es lediglich 415.000. In den neuen Wohnvierteln müssen neue Wahllokale eingerichtet werden, etwa am Sachsenhäuser Berg im neuen Quartier um das Henninger Hochhaus. Oder im immer noch wachsenden Stadtteil Riedberg.

376 Wahllokale warten am 24. September auf die Wählerinnen und Wähler. Es ist nicht einfach, dafür das nötige Personal zusammenzubekommen. 4000 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer werden gebraucht. Hans-Joachim Grochocki vom städtischen Bürgeramt, Statistik und Wahlen besitzt im Römer längst Legendenstatus. Seit fast 40 Jahren organisiert der Beamte Wahlen in Frankfurt. Und auch in diesem Jahr ist es ihm wieder gelungen, die Wahllokale zu besetzen. Allerdings mussten 1400 der 4000 Unterstützer in der Stadtverwaltung mit sanftem Nachdruck aufgefordert werden, sich „freiwillig“ zu melden. Für den Dienst am Wahlsonntag gibt es eine Aufwandsentschädigung von 50 Euro. Regina Fehler, die Kreiswahlleiterin und Chefin des Hauptamtes, hatte einen Traum: „Ich hatte gehofft, dass es viele Schülerinnen und Schüler als Freiwillige gibt.“ Der Traum blieb unerfüllt.

Vom 14. August an bereits ist Briefwahl möglich. Im Wahlamt an der Zeil und im Bürgeramt in Höchst, Dalbergstraße 14, werden dazu Wahllokale eingerichtet.

Die Briefwahl gewinnt bei den Menschen immer größere Bedeutung. Viele wollen sich vom Wahlsonntag unabhängig machen. Die Fachleute der Stadt rechnen mit 90.000 Anträgen auf Briefwahl. Am Freitagnachmittag tritt der Kreiswahlausschuss unter Fehlers Vorsitz im Ernst-May-Saal des Planungsdezernates zusammen und entscheidet über die Wahlvorschläge. Im Wahlkreis 182 (Westen) treten elf Listen an, im Wahlkreis 183 (Süden und Osten) sind es zehn. Jetzt kann die Wahl kommen. Der Wahlgang kostet die Stadt übrigens 572.000 Euro.

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