Sicherheit

Silvesternacht weitgehend friedlich

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Tausende feiern in Frankfurt weitgehend friedlich den Jahreswechsel. Es gibt allerdings auch drei versuchte Tötungsdelikte, mit denen sich die Polizei befasst.

Bei den Silvesterfeiern in der Frankfurter Innenstadt ist es nach einer ersten Bilanz der Polizei überwiegend friedlich zugegangen. Mehrere Tausend Menschen hätten sich versammelt, um ausgelassen und friedlich in das Jahr 2019 zu starten, heißt es. Doch diese Bilanz wird von schweren Gewalttaten getrübt. Die Polizei ermittelt in gleich drei Fällen wegen des Verdachts eines versuchten Tötungsdelikts.

Am Hauptbahnhof soll ein 22 Jahre alter Mann einen 28-Jährigen gegen 2.10 Uhr am S-Bahn-Gleis 103/104 nach einem handgreiflichen Streit ins Gleisbett gestoßen und sogar noch versucht haben, ihn dort festzuhalten. Nur dank der schnellen Reaktion des Bahnfahrers und weiterer Zeugen habe die einfahrende Bahn rechtzeitig bremsen können, teilt die Polizei mit. So blieb das Opfer unverletzt. Der Tatverdächtige wurde von Bundespolizisten festgenommen.

Beamte der Bundespolizei nahmen in der Nacht nach Fahndung zudem einen 17-Jährigen fest, der gegen 1 Uhr nach einem Streit in der Biebergasse einem 25-Jährigen schwere Verletzungen zugefügt hatte, bei denen es sich mutmaßlich um Messerstiche handelt. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei fahndet zudem noch nach einem Mann, der etwa eineinhalb Stunden später, ebenfalls in der Biebergasse, einem 21-Jährigen eine Stichverletzung zugefügt haben soll.

Trotz diesmal erhöhter Polizeipräsenz und Aufmerksamkeit kam es in der Ginnheimer Platensiedlung erneut zu Bränden. Die Polizei verhinderte dort die Errichtung von Barrikaden. Brennende Müllcontainer beschäftigten die Einsatzkräfte auch in Preungesheim und Rödelheim. Drei Autos, ein Motorrad und ein Motorroller brannten im Stadtgebiet.

Die Polizei sucht zudem nach einem Mann, der eine Frau gegen 1.30 Uhr an der Taunusanlage sexuell belästigt haben soll. Insgesamt kam es zu 25 Festnahmen, neun Menschen wurden in Gewahrsam genommen. 38 Leuten, die durch aggressives Verhalten auffielen, sprach sie Aufenthalts- und Betretungsverbote aus.

Die Feuerwehr löschte in der Nacht etwa 60 kleinere Brände, von denen die meisten von Feuerwerkskörpern verursacht worden waren. Mehrere Male habe es etwa auf Balkons gebrannt, heißt es. Zu solch einem Brand kam es etwa am Hammarskjöldring.

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