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BUND warnt vor Arena-Bau in Frankfurt

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Von: Thomas Stillbauer

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Das Waldstadion – in der Nähe soll die Multifunktionsarena entstehen.
Das Waldstadion – in der Nähe soll die Multifunktionsarena entstehen. © Rolf Oeser

Die Umweltschutzorganisation fürchtet: „Die Multifunktionshalle bedroht das Grundwasser.“ Kritik auch am Parkplatz Isenburger Schneise.

Der Frankfurter BUND hat den Magistrat aufgefordert, bei der Planung einer Multifunktionsarena für 13 500 Personen am Waldstadion die Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele im Blick zu behalten, besonders den Grundwasserschutz. Die Großsporthalle sei in der Wasserschutzzone III A vorgesehen.

„Der Hallenbau wäre wahrscheinlich mit einem gravierenden Eingriff in das Grundwasser verbunden“, betont BUND-Vorstandsmitglied Wolf-Rüdiger Hansen: „Aus Sicht des BUND Frankfurt erscheint es nicht möglich, hier eine solche Halle zu bauen, wenn nicht ein vollständiger Grundwasserschutz und eine uneingeschränkte Kapazität der Wasserwerke gewährleistet werden können.“

Im Magistratsvortrag M 119 zu den Plänen sei das Frankfurter Wasserkonzept nicht beachtet worden. Nicht nur der Bau, auch der Betrieb der Halle gefährde das Grundwasser durch zusätzlichen Verkehr sowie „Nitrateintrag ins Grundwasser durch die während der Sportveranstaltungen im Stadion regelmäßig zu beklagenden Verrichtungen der kleinen Notdurft außerhalb der Toiletten“.

Der BUND beklagt zudem, dass der Parkplatz Isenburger Schneise erst nach der Europameisterschaft 2024 wieder Waldgebiet werden soll: „Dann werden seit der Erteilung der Auflage zur Aufforstung 18 Jahre vergangen sein. Eine solche Verzögerung einer naturschutzrechtlichen Maßnahme hält der BUND für unverantwortlich.“ Sie sei mit den Klimazielen der Stadt, der Sorge um den Stadtwald und der geplanten Mobilitätswende nicht vereinbar. „Diese unverantwortliche Verzögerung zerstört auch das Vertrauen der Bürgerschaft in die Ernsthaftigkeit der Stadt.“ Ein Ansatz, etwa die bei Sportereignissen oft völlig überlastete Straßenbahn auszubauen, sei „derzeit nicht erkennbar“. ill

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