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Die Paulskirche.

Kultur

Stiftung soll Arbeit aufnehmen

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Kulturstaatsministerin Monika Grütters will die Bundesstiftung in Frankfurt ansiedeln. „Schlüsselorte“ wie die Frankfurter Paulskirche sollen so sichtbarer werden.

In Frankfurt soll eine Stiftung zu den „Orten der deutschen Demokratiegeschichte“ ihre Arbeit aufnehmen. Das gab Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) bekannt.

Die Bundesstiftung solle die Arbeit der zahlreichen Stiftungen, die sich in Deutschland für die Demokratiegeschichte einsetzen, koordinieren und bündeln, sagte ein Sprecher. Sie solle Projekte Dritter fördern und mit Kooperationsveranstaltungen in ganz Deutschland an demokratische Höhepunkte erinnern. Außerdem sei sie Anlaufstelle für die Beratung bestehender und noch aufzubauender Erinnerungsorte.

„Gerade weil wir aus dem Gedenken an den Holocaust und an die Opfer totalitärer Diktaturen Lehren für die Zukunft ziehen wollen, sollten wir Orte der deutschen Demokratiegeschichte stärker sichtbar machen“, schrieb Monika Grütters in einem Gastbeitrag, der zunächst in der „FAZ“ erschienen war. Zum Zeitplan sowie zur Förderkonzeption konnte ihr Sprecher noch nichts sagen.

Kritik am Zustand

Grütters plädierte dafür, „mehr Demokratiegeschichte zu wagen“ und „Schlüsselorte wie die Paulskirche aus ihrem Schattendasein“ zu holen. Der Zustand, in dem sich die Paulskirche heute präsentiere, entspreche weder der Bedeutung des Bauwerks für die demokratische und freiheitliche Entwicklung Deutschlands, noch trage er den bis heute prägenden Einflüssen der Paulskirchenverfassung sowie des darin verankerten Grundrechtekatalogs Rechnung, führte sie aus: „Deutschland vergibt bislang die Chance, diesen Schlüsselort unserer Freiheitsgeschichte als Lernort für unsere Demokratie zu nutzen.“

Aus ihrer Sicht reiche es nicht aus, die Paulskirche unter behutsamer Modernisierung der Nachkriegsarchitektur zu sanieren, sagte Grütters. „Wir sollten dem Gedenkort einen Kommunikations- und Reflexionsort an die Seite stellen und in unmittelbarer Nähe zur Paulskirche ein ‚Haus der Demokratie‘ errichten, das zur kritischen Auseinandersetzung mit deutscher Demokratiegeschichte einlädt.“

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